Als Präsident des Hongkonger Sportvereins hebt Timothy Fok Tsun-ting die Kommerzialisierung des Sportes hervor. Dazu sagt er: „Die Olympiade von heute ist abhängig von der kommerziellen Vermarktung. In diesem Punkt haben wir das Olympische Organisationskomitee Beijing in einer Reihe von Fragen wie Fernsehübertragungsrechte und kommerzielle Unterstützung zu konsultieren.“
Abschließend möchte Timothy Fok Tsun-ting eine andere Bedeutung der Olympiade für Hongkong hervorheben, nämlich die mögliche Verstärkung des Zugehörigkeitsbewusstseins der Hongkonger. „Lange Zeit hatten wir bei internationalen Sportaktivitäten keine Nationalflagge, nur die Flagge der Kolonie, keine Nationalhymne, nur ,God Save the Queen‘. Wir lernten in der Schule auch fast ausschließlich die Geschichte des Auslands und kannten das chinesische Festland, unser Vaterland, nicht gut. Aus historischen Gründen hat noch heute manch ein Einwohner Hongkongs ein schwaches Zugehörigkeitsgefühl zu China. So meine ich, dass die Ausrichtung der Reit-Wettkämpfe im Rahmen der Olympiade 2008 eine gute Chance bietet. Hongkong ist eine besondere Stadt. Sie ist sehr ausländisch geprägt und zur gleichen Zeit lässt sich die chinesische Tradition finden. Unter diesen Umständen ist es insbesondere für junge Leute nicht leicht, eine klare Richtung in ihrem Leben einzuschlagen.“