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Chinas neu ernannter Finanzminister setzt Gespräche mit den USA fort

2023-11-15 15:47:00 Source:german.china.org.cn Author:
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Nachdem er kürzlich zum Finanzminister ernannt worden war, trat Lan Fo’an nun seine erste offizielle Auslandsreise an und hielt auf dem APEC-Finanzministertreffen in San Francisco Gespräche mit wichtigen internationalen Amtskollegen, auch mit Janet Yellen aus den USA. Experten forderten unterdessen die USA auf, ihre Vorstellung von einem „gesunden Wettbewerb“ zu präzisieren.

 

 

Reporter arbeiten im Medienzentrum für die APEC-Treffen am 12. November 2023 in San Francisco. Die APEC-Wirtschaftsführerwoche findet vom 11. bis 17. November statt. Foto: Xinhua

 

Der chinesische Finanzminister Lan Fo'an habe seine erste offizielle Auslandsreise seit seiner Ernennung zum Finanzminister im vergangenen Monat dafür genutzt, um seine Zuversicht über die wirtschaftliche Erholung Chinas zum Ausdruck zu bringen und die APEC-Volkswirtschaften aufzufordern, die makropolitische Koordinierung zu verstärken und den Freihandel und die Investitionen anzukurbeln, wie das Finanzministerium (MOF) am Dienstag mitteilte.

 

Im Rahmen des APEC-Finanzministertreffens in San Francisco (USA) traf der chinesische Finanzminister mit mehreren ausländischen Vertretern zusammen, darunter US-Finanzministerin Janet Yellen. Dies sei ein weiteres Zeichen für den zunehmenden Austausch zwischen chinesischen und US-amerikanischen Wirtschaftsvertretern im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Treffens der beiden Präsidenten Ende dieser Woche.

 

Auf dem Treffen der Finanzminister von Sonntag bis Montag beschrieb Lan eine aktuell instabile und schwache Dynamik der weltweiten wirtschaftlichen Erholung, eine schleppende Entwicklung von Handel und Investitionen sowie Schwierigkeiten bei der nachhaltigen Entwicklung: „Alle Parteien sollten die Koordinierung der makroökonomischen Politik verstärken, die Liberalisierung und Erleichterung von Handel und Investitionen vorantreiben, eine engere regionale Industrie- und Versorgungskette aufbauen und gemeinsam eine offene asiatisch-pazifische und weltweite Wirtschaft schaffen“, forderte Lan. Der Minister betonte gleichzeitig, dass Chinas Wirtschaft in diesem Jahr einen Aufwärtstrend beibehalten habe. Seit dem dritten Quartal hätten die positiven Veränderungen und die interne Wachstumsdynamik an Fahrt gewonnen. Er geht deshalb davon aus, „dass die Wirtschaft im vierten Quartal ihren Aufwärtstrend beibehalten wird“, sagte Lan und fügte hinzu, dass China nach wie vor ein wichtiger Motor für ein stabiles Wachstum sei.

 

Am Rande des APEC-Finanztreffens traf Lan nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen mit mehreren ausländischen Vertretern zusammen, unter anderem mit den Finanzministern von Indonesien und Australien. Sein Treffen mit Yellen aus den USA ist zudem das jüngste Gespräch zwischen chinesischen und amerikanischen Wirtschaftsvertretern.

 

Yellen betonte ihrerseits, dass „US-Präsident Joe Biden und ich glauben, dass unsere Länder in einen gesunden wirtschaftlichen Wettbewerb treten können.“

 

In den letzten Monaten hätten China und die USA einen regen und engen Austausch über ein breiteres Spektrum von Themen erlebt, was ein gutes Zeichen für die allmähliche Wiederherstellung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sei, erklärte Li Yong, ein leitender Forschungsmitarbeiter bei der China Association of International Trade, am Dienstag.

 

Chinesische Analysten lobten den zunehmenden Austausch zwischen chinesischen und US-amerikanischen Wirtschaftsvertretern, forderten die USA jedoch auf, ihre Forderung nach einem „gesunden Wettbewerb" zu präzisieren und ihre Versprechen mit konkreten Maßnahmen zu erfüllen. Da Washington häufig betont, dass es einen „gesunden wirtschaftlichen Wettbewerb" mit China anstrebe, sollte es eine klare Definition des Begriffs geben, machte Li klar und merkte an, dass die Einführung umfassender Zölle auf chinesische Waren, die Beschränkung der Ausfuhr von Halbleitern (Chips) nach China und der Versuch, einen „kleinen Hof mit hohem Zaun“ zu errichten, in Wirklichkeit eine Abkopplung („Decoupling“) fördern würden – und eben keinen gesunden Wettbewerb. Bei einem gesunden Wettbewerb sollte es stattdessen für beide Seiten darum gehen, gewinnbringende Beziehungen zu schaffen, anstatt sich durch ein hartes Vorgehen gegen den jeweils anderen einen Vorteil zu verschaffen, mahnte er.

 
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