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China stellt 50 neue Initiativen für den Globalen Süden vor

2026-04-24 14:29:00 Source:german.china.org.cn Author:
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Auf der dritten hochrangigen Konferenz des Forums „Global Action for Shared Development“ in Beijing hat die chinesische Führung weitreichende Maßnahmen zur Förderung der weltweiten Entwicklung vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei Digitalisierung, Infrastruktur und die Ausbildung von Fachkräften in Schwellenländern.

 

 

China unterstreicht damit seinen Anspruch, eine führende Kraft und ein Partner des Globalen Südens zu sein. Auf der dritten hochrangigen Konferenz des Forums „Global Action for Shared Development“ wurden am Mittwoch insgesamt 50 neue Maßnahmen präsentiert. Dieses umfangreiche Paket ist Teil eines Aktionsplans, der die globale Entwicklungszusammenarbeit neu definieren und die Resilienz von Entwicklungsländern in Asien, Afrika, Lateinamerika und dem südpazifischen Raum stärken soll.

 

Der Plan knüpft an die acht Kernbereiche der „Global Development Initiative“ (GDI) an, die von Chinas Staatspräsident Xi Jinping im Jahr 2021 ins Leben gerufen wurde. Chinas Außenminister Wang Yi betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Beijing verstärkt in Humankapital investieren werde. Durch spezialisierte Trainingsprogramme sollen Entwicklungsländer befähigt werden, eine eigenständige und nachhaltige Entwicklung aus eigener Kraft voranzutreiben.

 

Die Bilanz der letzten Jahre ist beachtlich: Seit Vorstellung der GDI vor fünf Jahren hat China laut Wang mehr als 10.000 Programme zum Kapazitätsaufbau durchgeführt und dabei über 200.000 Fachkräfte geschult. „China wird nationale und internationale Ressourcen bündeln, um die Vitalisierung des Globalen Südens zu unterstützen”, erklärte Wang. In diesem Zeitraum seien zudem bereits 2.000 sogenannte „kleine, aber feine“ Lebensunterhaltsprojekte umgesetzt worden – praxisnahe Initiativen, die die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung unmittelbar verbessern sollen.

 

Ein zentraler Pfeiler der künftigen Zusammenarbeit ist die digitale Transformation. Wang betonte, dass China den Ländern des Globalen Südens den Anschluss an neue Technologien erleichtern will. Gleichzeitig richtete er einen deutlichen Appell an die Industrienationen: Sie müssten ihre Zusagen zur Entwicklungsfinanzierung endlich ernsthaft erfüllen. Zudem forderte er eine Vertiefung der Süd-Süd-Kooperation sowie innovative Finanzierungswege, um die bestehenden globalen Ungleichgewichte abzubauen.

 

Vertreter aus Afrika, Südostasien und der Karibik begrüßten den chinesischen Vorstoß. Der Präsident von Mosambik, Daniel Francisco Chapo, betonte, die GDI leiste einen essenziellen Beitrag zur Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung. Er mahnte jedoch einen Paradigmenwechsel an. Die internationale Zusammenarbeit müsse sich von einem rein hilfeorientierten Modell hin zu einer echten Partnerschaft auf Augenhöhe entwickeln. „Die Zukunft der globalen Entwicklung wird nicht durch Absichtserklärungen bestimmt, sondern durch die Entscheidungen und Taten, die wir heute umsetzen”, so Chapo.

 

Der stellvertretende Premierminister von Timor-Leste, Francisco Kalbuadi Lay, verwies auf die Vorbildfunktion der chinesischen Entwicklungserfahrung für sein eigenes Land.

 

Adrian Thomas aus Grenada betonte, Entwicklung sei kein Akt der Wohltätigkeit, sondern müsse als das Recht auf Würde und Gerechtigkeit verstanden werden. Für kleine Inselstaaten seien Chinas Investitionen in die „Blaue Wirtschaft“, erneuerbare Energien und digitale Infrastruktur von strategischer Bedeutung.

 

Die von der cChina International Development Cooperation Agency (CIDCA) organisierte zweitägige Konferenz stieß auf breite Resonanz. Vertreter aus über 140 Ländern und zahlreichen internationalen Organisationen nahmen vor Ort in Beijing oder virtuell teil. Begleitend zum Forum empfing Vizepräsident Han Zheng hochrangige ausländische Delegationen zu Gesprächen, um die bilateralen Beziehungen im Sinne der neuen Entwicklungsagenda zu vertiefen.

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