In puncto Innovation in der Batterietechnologie steht der chinesische Hersteller Contemporary Amperex Technology, besser bekannt als CATL, heute an der Weltspitze. Das Unternehmen mit Hauptsitz im südostchinesischen Ningde unterhält inzwischen 13 hochmoderne Produktionsstätten rund um den Globus und schreibt auch in Europa eine Erfolgsgeschichte.
Umweltengagement: das CATL-Team bei einer Mülsammelaktion im Rahmen des Arnstädter Umwelttags 2023
Bereits 2014 gründete der Produzent von E-Auto-Batterien eine Niederlassung für Vertrieb und After-Sales-Service in München. Ein historischer Meilenstein folgte im Juli 2018: Im Beisein des ehemaligen chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang und der Altbundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnete CATL mit der thüringischen Landesregierung ein Investitionsabkommen für sein erstes Übersee-Batteriewerk. Damit war CATL der erste chinesische Zulieferer von Kernkomponenten der Automobilindustrie, der erfolgreich auf dem europäischen und damit auf dem Weltmarkt Fuß fasste. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 1,8 Milliarden Euro. Es handelt sich also um eines der größten chinesischen „Greenfield-Projekte“ in der Bundesrepublik. Geplant ist eine Produktionskapazität von 14 Gigawattstunden für Batteriezellen, was für die Ausstattung von über 300.000 Elektrofahrzeugen ausreicht.
Zukunftstechnologie aus China: CATL-Vorstandsvorsitzender Zeng Yuqun erläutert Fachbesuchern am CATL-Stand auf der IAA Mobility 2025 die Produkte seines Unternehmens.
Bis zum vergangenen Jahr hat CATL im thüringischen Arnstadt bereits mehr als 1700 Arbeitsplätze geschaffen und ein vielfältiges industrielles Ökosystem auf die Beine gestellt. „Für Thüringen formt das Projekt eine der wichtigsten industriellen Investitionen der letzten Jahrzehnte“, sagte der ehemalige thüringische Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee damals in einem Interview. Er hatte die Ansiedlung des Werks am Erfurter Kreuz maßgeblich gefördert. Mit den ersten in der Region angesiedelten CATL-Zulieferfirmen könne das Projekt letztlich zum entscheidenden Zündfunken für die Entstehung eines „Battery Valley Thüringen“ werden, so der SPD-Politiker. Es fördere die Lokalisierung der Wertschöpfungskette für Batteriezellen und leiste somit einen entscheidenden Beitrag zur Transformation der deutschen Automobilindustrie in Richtung Elektromobilität. Es sei damit ein echtes Vorzeigeprojekt für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel und im Sektor der erneuerbaren Industrien, so Tiefensee weiter.
„In Deutschland, für Deutschland“
Unter diesem Slogan setzt sich der chinesische Weltkonzern aktiv dafür ein, auch in Deutschland seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. In den Bereichen Umweltschutz, Energieeinsparung, CO2-Emissionsabbau, lokale Wirtschaftsentwicklung, Arbeits- und Menschenrechte, soziale Wohlfahrt und zielgerichtete Armutsbekämpfung leistet CATL stetig neue Beiträge und löst somit sein Versprechen für eine nachhaltige Entwicklung ein. Als „guter Nachbar“ vor Ort versucht der Batteriehersteller im Zuge seiner Entwicklung in Deutschland, ein harmonisches Umfeld zu schaffen, unter anderem durch enge Kooperationen mit lokalen Akteuren.
Gelebte Nachhaltigkeit: CATL-Mitarbeiter panzen Setzlinge im Thüringer Wald.
Besonderen Wert legt CATL dabei auf die Ausbildung junger Talente. So hat das Unternehmen 2023 in Zusammenarbeit mit örtlichen Berufsschulen und der IHK Südthüringen ein internes duales Ausbildungszentrum etabliert, in dem derzeit 26 Auszubildende auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden. Generell zeigt die Firma großes soziales Engagement: Seit 2021 unterstützt die thüringische CATL-Tochtergesellschaft die Arnstädter Tafel durch Spenden, um deren Arbeit zur Bewältigung lokaler Armut zu unterstützen. In der Coronazeit bewies CATL Solidarität durch Spenden von 150.000 Masken und 200.000 Einmalhandschuhen an lokale Kliniken, Schulen und Kindergärten. Ein weiteres Beispiel ist die seit 2022 laufende Kooperation mit dem Verein „Baumpaten Thüringen“, durch die vor allem die Wiederaufforstung im Thüringer Wald gefördert wird. In Rahmen dieser Aktion wurden bis Ende 2025 bereits mehr als 10.000 Setzlinge gespendet, was einen großen Beitrag zur Wiederbelebung des „Grünen Herzens Deutschlands“ geleistet hat.
Gleich kann’s losgehen: Ein Mitarbeiter im unternehmenseigenen CATL-Prüabor im thüringischen Arnstadt trifft letzte Vorbereitungen für einen Batterietest.
Die Firma hat zudem zahlreiche Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür, Bürger-Infoabende, Stadtfeste, die Thüringer Bachwochen, die Arnstädter Umwelttage samt Müllsammelaktion sowie den Thüringer Unternehmenslauf „RUN“ mitorganisiert bzw. gesponsort, um die Kontakte zu lokalen Bürgern zu stärken. Seit 2023 tritt das Unternehmen darüber hinaus als Namenssponsor des lokalen Basketballteams „Löwen“ auf und fördert damit gezielt den Jugend- und Leistungssport in der Region.
CATL versteht sich als wichtiger Akteur der globalen Energiewende und zielt darauf ab, fossile Brennstoffe sowohl in stationären als auch in mobilen Energiesystemen durch den Einsatz fortschrittlicher Batterietechnologien und hocheffizienter Systeme für erneuerbare Energien zu ersetzen. Dabei setzt der chinesische Konzern auf die Elektrifizierung und intelligente Vernetzung der Automobilindustrie, um neue integrierte Innovationen auf den Markt zu bringen. 2023 untermauerte das Unternehmen diesen Kurs mit einem ehrgeizigen Null-Emissions-Plan: Bis 2025 strebt CATL CO2-Neutralität in seinen Kernbetrieben an, bis 2035 soll die gesamte Wertschöpfungskette klimaneutral sein.
*Wenpei Lin-Brachwitz ist in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit von CATL tätig.