Der chinesische Großkanal Pinglu, der Fluss und Meer miteinander verbindet, wird am 16. September fertiggestellt und anschließend für den Schiffsverkehr freigegeben. Dies gaben lokale Behörden am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt. Am selben Tag veröffentlichte China offiziell die nautische Karte für die Mündung des Pinglu-Kanals.
Der als „Jahrhundertprojekt“ bezeichnete Pinglu-Kanal ist der erste auf nationaler Ebene geplante Kanal Chinas seit 1949. Nach seiner Inbetriebnahme wird er für Schiffe mit einer Tragfähigkeit von bis zu 5.000 Tonnen befahrbar sein. Er wird einen neuen multimodalen Fluss-Meer-Korridor für Südwestchina schaffen und zugleich als Rückgrat der Neuen Internationalen Land-See-Handelskorridore des Landes dienen – einer Schlüsselinitiative zur Verbesserung der globalen Handelsanbindung für die südwestlichen Binnenregionen Chinas.
Die Hauptarbeiten am Pinglu-Kanal haben die Abnahme bereits bestanden. Die integrierte intelligente Steuerungsplattform für Flüsse, Binnenwasserstraßen und das Meer im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität in Südchina ist vollständig online. Überdies wurden alle notwendigen Notfallmaßnahmen, Frachtorganisationsvorgänge und betrieblichen Vorbereitungen getroffen, und auch alle Abläufe sind bereits abgeschlossen, sodass der Kanal bereit für die Eröffnung ist.
Chea Munyrith, Präsident der Kambodschanischen Gesellschaft für chinesische Evolutionsforschung, erklärte, die Eröffnung des Pinglu-Kanals könne eine bedeutende neue Gelegenheit zur Stärkung der Konnektivität und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen ASEAN und China darstellen.
Durch die effizientere Anbindung der chinesischen Binnenregionen an das Meer könne der Kanal bestehende Land-, Schienen-, See- und Flusstransportnetze ergänzen, die Effizienz der Logistik verbessern, Transportkosten senken und den Warenverkehr zwischen China und den ASEAN-Märkten erleichtern, betonte Munyrith.
Der Kanal könne die Widerstandsfähigkeit der regionalen Lieferketten stärken und neue Chancen in den Bereichen Handel, Investitionen, Logistik, Fertigung, Landwirtschaft und Tourismus schaffen. Für die ASEAN-Länder bedeute eine bessere Anbindung an China einen größeren Zugang zu einem der weltweit größten Märkte und mehr Möglichkeiten zur Teilnahme an regionalen Wertschöpfungsketten, so Munyrith, und fügte hinzu, dass die Auswirkungen langfristig noch bedeutender sein könnten.