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Auch bei den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag: Der Mensch steht im Mittelpunkt
Von Li Wuzhou
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren, so mein Eindruck, sind die Feierlichkeiten zum 60. Gründungsjahr des Neuen China dadurch gekennzeichnet, dass man auch in den scheinbar „kleinen Dingen“ mehr menschliche Fürsorge gezeigt und den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hat.
Als ich die Aufgabe zur Berichterstattung über die Feierlichkeiten erhielt, war ich sehr begeistert. Ein erfahrener Journalist, der sich an der Berichterstattung über die Feierlichkeiten des Nationalfeiertags im Jahr 1999 beteiligt hatte, schlug mir freundlicherweise vor: „Vorher muss man viel essen, wenig trinken“. Damals wurde er auf dem Dach des Museums für die Chinesische Revolution (das heutige Chinesische Nationalmuseum) eingesetzt und aus Sicherheitsgründen durften die Journalisten weder Wasser noch Lebensmittel mitnehmen. Ihnen wurde auch später nichts angeboten. Mein Kollege hat von drei Uhr in der Nacht bis 15 Uhr nachmittags nichts getrunken und gegessen. Die Notdurft verrichtete er heimlich in einer Ecke.
Mit Begeisterung, aber auch mit Sorge ging ich also zu den Feierlichkeiten. Ganz unerwartet wurde mir, als ich mich um 5 Uhr frühmorgens im Medienzentrum im Media Center Hotel meldete, mitgeteilt, dass die Stadtregierung von Beijing für alle Journalisten Lebensmittel und Wasser vorbereitet hat.
Nach der Sicherheitskontrolle stiegen wir in einen Bus ein. Der Fahrer sagte uns, dass jedem Journalisten eine Verpflegungsration Wasser und Lebensmittel zur Verfügung stehe. Ich öffnete meine Packung, in der es Brot, Kekse, Kuchen, Milch, zwei Stück Rindfleischwurst, eine große Schokoladetafel, zwei Flaschen Mineralwasser und Papiertaschentücher gab. Auch am Ort der Feierlichkeiten stand Mineralwasser allen Teilnehmern zur Verfügung.
Der Bus brachte uns Journalisten an unsere Einsatzorte. Dort sah ich sofort drei mobile WCs an der Tribüne für Zuschauer. Ich besichtigte eine Herrentoilette und durfte feststellen, dass sie dem Standard eines Sternehotels entsprachen. Danach sah ich mir das Herstellungsdatum genauer an: September 2009. Es handelt sich also um eine spezielle Produktion für die Feierlichkeiten.
Am Ort der Feierlichkeiten gab es neben Soldaten, Polizisten und anderem Sicherheitspersonal noch zahlreiche Freiwillige, die eine hellblaue Uniform trugen. Sie brachten den Zuschauern Wasser und führten sie zur Stelle, wohin man wollte, und vermittelten dabei trotz der strengen Sicherheitsmaßnahmen eine entspannte Atmosphäre der Freundlichkeit.
Das Konzept, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, zeigt sich besonders deutlich im Festzug.
18 alte Soldaten, die für das Neue China gekämpft haben und die nun auch schon über 80 Jahre alt sind, nahmen auf einem prächtig geschmückten Festzugswagen Platz. Behinderte in Rollstühlen wurden von Begleitern in die erste Reihe einer Formation geschoben. Sportstars wie Liu Xiang standen auf dem Festzugswagen und winkten. Die verdienstvollen Menschen, die Beiträge für die Gründung des Neuen China, für Aufbau und Entwicklung des Landes geleistet haben, waren vertreten. So standen die Elite aus Wissenschaft und Bildung, Vertreter der Studenten, Persönlichkeiten der demokratischen Parteien, Landsleute aus Hongkong und Macao, Überseechinesen und ausländische Freunde auf verschiedenen Festzugswagen, nahmen die Glückwünsche des chinesischen Volkes und der Völker aus anderen Ländern entgegen und waren die Herren der heutigen Feierlichkeiten.
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