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Deng Xiaoping wurde zum dritten Mal rehabilitiert

 

Von Zhao Yayuan

 

Am Abend des 30. Juli 1977 erschien Deng Xiaoping zur Schlussfeier eines internationalen Freundschaftsfußballspiels im Beijinger Arbeiterstadion. Das war sein erster Auftritt in der Öffentlichkeit, nachdem er zum dritten Mal rehabilitiert wurde. Deng Xiaoping mochte Fußballspiele und sah an diesem Abend mit Genuss den Fußballwettkampf.

 

Deng Xiaoping spielte eine bedeutende Rolle in der politischen Arena Chinas und seine politische Laufbahn war jedoch durch mehrmaliges Auf und Ab gekennzeichnet.

 

Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts, in der Periode der neuen demokratischen Revolution, wurde er seines Amtes enthoben, weil er politisch Mao Zedong unterstützte. Später wurde er wieder in sein Amt eingesetzt. Er hatte einen führenden Posten in der Armee inne und leistete einen großen Beitrag für die Siege im Widerstandkrieg gegen die japanische Aggression (1937 – 1945) und im chinesischen Befreiungskrieg (1945 – 1949). Nach der Gründung des Neuen China bekleidete er einen wichtigen Posten im Südwesten des Landes und leistete viel Arbeit für den wirtschaftlichen Aufbau und die gesellschaftliche Stabilität in dieser Region. 1952 wurde er in die Zentralregierung versetzt. Im Jahr 1956 wurde er zum Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der KP Chinas und Sekretär des Zentralkomitees. Damit wurde er ein Mitglied des zentralen Parteiführungskollektivs der ersten Generation um den Genossen Mao Zedong im Zentrum.

 

1966 brach die „Kulturrevolution“ aus. Deng Xiaoping wurde heftig kritisiert und des Amtes erneut enthoben. Er wurde in die Provinz Jiangxi geschickt und arbeitete dort als Arbeiter.

 

1973 wurde er erneut ins Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten berufen. Im darauf folgenden Jahr vertrat er die chinesische Regierung auf einer Sonderkonferenz der UNO und legte dort systematisch Mao Zedongs Theorie über die Dreiteilung der Welt dar. 1975 trat er die Ämter des Vizevorsitzenden der KP Chinas, des stellvertretenden Ministerpräsidenten des Staatsrates, des Vizevorsitzenden der Militärkommission des Zentralkomitees der KP Chinas und des Generalstabchefs der Volksbefreiungsarmee an. Nachdem Zhou Enlai schwer erkrankt war, leitete er mit Mao Zedongs Unterstützung die Arbeit des Zentralkomitees der Partei, des Staatsrates und der Armee. Im Hinblick auf die durch die „Kulturrevolution“ verursachte chaotische Situation führte er eine umfassende Ausrichtung durch und erzielte beachtliche Erfolge. Im April 1976 wurde er wegen der Verleumdung durch die „Viererbande“ zum dritten Mal des Amtes enthoben.

 

Nach der Zerschlagung der „Viererbande“ wurde Deng Xiaoping im Juli 1977 wieder in die führenden Ämter der Partei, der Regierung und der Armee eingesetzt. Im August diesen Jahres wurde er zum Vizevorsitzenden der KP Chinas gewählt. Später wurde er zum Vorsitzenden des 5. Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes gewählt und hatte auch den Posten des Vorsitzenden des Militärkommission des Zentralkomitees inne.

 

Im Dezember 1978 wurde die Plenartagung des 11. Zentralkomitees der KP Chinas einberufen und damit die neue Periode eingeleitet, in der die Reform und Öffnung durchgeführt und mit konzentrierten Kräften die sozialistische Modernisierung angestrebt wird. Auf dieser Plenartagung spielte Deng Xiaoping die entscheidende Rolle für die historische Wende der Politik der KP Chinas. Durch diese Plenartagung wurde das zentrale Führungskollektiv der zweiten Generation der KP Chinas gebildet.

Deng Xiaoping (auf der rechten Seite) und Chen Yun auf der 3. Plenartagung des 11. Zentralkomitees im Dezember 1978

Deng Xiaoping war Chefarchitekt der chinesischen Reform und Öffnung und der Begründer von Deng Xiaoping-Theorie. Von den konkreten Verhältnissen ausgehend stellte er das Konzept „Ein Land, zwei Systeme“ auf. Diesem Konzept entsprechend kehrte Hongkong im Jahr 1997 und Macao im Jahr 1999 zum Vaterland zurück.

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