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Chinas WTO-Beitritt

Von Lu Rucai

Long Yongtu ist in China sehr bekannt geworden, weil er die chinesische Delegation bei den Verhandlungen über Chinas Eintritt in die WTO, Welthandelsorganisation, geleitet hatte. Die WTO hat sich im Jahr 1995 aus dem GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) entwickelt. Durch Long Yongtus unablässige Bemühungen war es China im Dezember 2001 gelungen, der WTO beizutreten und deren offizielle Mitgliedschaft zu erlangen. 15 Jahre zuvor, im Jahr 1986, hatte China den Antrag auf die Wiederherstellung seines legitimen Status im GATT eingereicht.

Zeremonie der Unterzeichnung ´von Chinas WTO-Beitritt in Doha am 11. Dezember 2001

Vor der Einführung der Reform und Öffnungspolitik wurde der WTO-Beitritt nicht als eine dringende Angelegenheit empfunden. Bis zum Jahr 1986 hatte der Außenhandel ein rapides Wachstum erfahren: Das Außenhandelsvolumen war von 20,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 1978 auf 73,85 im Jahr 1986 gestiegen. Dabei machte der Außenhandel mit den Mitgliedsstaaten des GATT 85% des gesamten chinesischen Außenhandels aus. Aus diesem Grund brauchte China eine begünstigte Behandlung sowie gerechte und faire Außenhandelsbedingungen.

 

Aber bei der Überprüfung des Wirtschaftssystems Chinas ist etwas Dramatisches passiert. Die Vertreter der chinesischen Delegation leugneten entschieden, dass China Marktwirtschaft betrieb. Von 1986 bis 1992 wurden die Verhandlungen nur schleppend fortgeführt, bis ein theoretischer Durchbruch dadurch erzielt wurde, dass Deng Xiaoping darauf hinwies, dass Marktwirtschaft auch im sozialistischen System betrieben werden kann und China dies bei den Verhandlungen Ende 1992 eingestand. Damit wurde die Überprüfung des Wirtschaftssystems Chinas abgeschlossen.

 

Die darauf folgenden Verhandlungen verliefen aber auch dann nicht reibungslos, was vor allem daran lag, dass die USA auf einer harten Position beharrten und die chinesisch-amerikanischen Beziehungen eine Zeitlang getrübt waren. Erst sieben Jahre später, also im Jahr 1999, wurde ein Abkommen zwischen China und den USA erzielt und damit das größte Hindernis für Chinas WTO-Beitritt aus dem Weg geräumt. So wurde China der 143. Mitgliedsstaat der WTO.

 

Long Yongtu ist der Meinung, dass durch die Verhandlungen über den WTO-Beitritt viele neue Konzepte in China eingeführt wurden, wie z. B. die Win-Win-Strategie.

 

Die Tatsachen bestätigen die Richtigkeit dieses Konzepts. Aus Chinas WTO-Beitritt entsteht eine Win-Win-Situation für China und die Welt. Nach dem WTO-Beitritt hat China eine Reihe von Reform Maßnahmen ergriffen, die die schnelle Wirtschaftsentwicklung Chinas förderten. Diese Wirtschaftsentwicklung bietet verschiedenen Ländern der Welt einen breiten Markt und große Entwicklungschancen.

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