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Meine Erlebnisse in Mexiko-Stadt nach dem Ausbruch der Grippe A/H1N1

14-05-2009

Von Cheng Wenjun

 

Am 24. April 2009 veröffentlichte die mexikanische Regierung die erste Bekanntmachung über die Epidemie und am gleichen Tag verkündete der mexikanische Präsident Calderón die Einstellung des Lehrbetriebes aller Schulen in Mexiko-Stadt. In den darauf folgenden fünf Tagen habe ich den Schicksalsschlag dieses Landes zusammen mit den Einheimischen erlebt, bis ich dann am 28. April mit dem Flug AM098 einer mexikanischen Fluggesellschaft nach China zurückkehrte.

 

In der letzten Dekade des April schlug das Straßenbild des sonst geschäftigen Treibens in Mexiko-Stadt um. In den Straßen herrschte gähnende Leere. Nur ab und zu sah man ein paar Fußgänger, die Mundschutzmasken trugen und über die Straße eilten. Die Restaurants und manche Läden waren geschlossen. An öffentlichen Gebäuden hingen großformatige Plakate über Grippevorsorge. Ein unerwarteter Schicksalsschlag hatte Mexiko heimgesucht, die Wiege der Maya- und Azteken-Kultur. Auch die Sonne schien getrübt zu sein.

 

Die ersten Informationen

 

Am Morgen des 24. April ging ich wie gewohnt zur Arbeit – als Redakteurin arbeite ich bei der Mexiko-Zweigstelle der Zeitschrift „China hoy“, der spanischen Ausgabe von „China heute“. Im Büro fielen mir sofort die Schlagzeilen von „La Reforma“ ins Auge. Es ging um die Einstellung des Lehrbetriebs an den Schulen. Es soll das erste Mal nach dem Erdbeben im Jahr 1985 gewesen sein, dass alle Schulen vorübergehend geschlossen wurden. Als mein Chef Herr Wu ins Büro kam, sagte er lächelnd zu mir: „Sei gelassen, aber auch vorsichtig! Geh möglichst wenig aus.“

 

Die Entwicklung der Epidemie und die Gegenmaßnahmen der Regierung standen im Brennpunkt aller Medien. Im Rundfunk und Fernsehen wurden ausführliche Nachrichten gesendet und auch wir verfolgten die neueste Entwicklung. Chinesische und mexikanische Kollegen begrüßten sich immer mit „Wie geht’s?“, doch dieser Ausdruck war jetzt keine Grußfloskel mehr, denn die Antwort wurde sehr ernst genommen.

 

Am Nachmittag des 26. April brachte uns Herr Wu vier Mundschutzmasken. Sie waren zwar aus einfachem Material angefertigt, aber trotzdem sehr schwer zu bekommen. In den Apotheken und Supermärkten waren sie bereits ausverkauft. Manche Einheimische sollen angefangen haben, Lebensmittel und Trinkwasser zu hamstern. Wir wollten auch in die Supermärkte gehen, um einen Vorrat an Lebensmitteln aufzubauen.

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