Nach der Xinhai-Revolution im Jahr 1911 wurde die Republik China gegründet. China befand sich im politischen Chaos und Großbritannien beschleunigte die Durchführung seiner neuen Politik der Abspaltung Tibets. Im 1912 von der britischen Regierung und ihrem Büro für indische Angelegenheiten erstellten „Memorandum über die Lage der Nachbarländer Indiens“ wurde vorgebracht, dass China nominell die „Suzeränität“ über Tibet behalten könne, in Wirklichkeit aber sollte Tibet absolut auf Indien angewiesen sein und Chinesen und Russen sollten verdrängt werden. Ferner wies das Memorandum darauf hin, dass die von Tibetern bewohnten Gebiete in Sichuan, Gansu, Qinghai und Yunnan in ein „Großes Tibet“ einbezogen werden sollten. Damit wurde die „Unabhängigkeit Tibets“ vorbereitet. Aufgrund des Memorandums formulierte der britische Gesandte in China, John N. Jordan, im Jahr 1912 eine Fünf-Punkte-Erklärung zur Abspaltung Tibets und drohte Yuan Shikai, seine Regierung nicht anzuerkennen. Die chinesische Regierung wurde gezwungen, im Zeitraum 1913–1914 eine Delegation zur so genannten „Drei-Seiten-Konferenz“ zwischen China, Großbritannien und Tibet in Simla im Norden Indiens zu schicken. Der britische Vertreter Henry McMahon kollaborierte mit dem tibetischen Vertreter Shagra Paljor Dorje gegen den chinesischen Vertreter Chen Yifan (Evan Chen). Die britische Seite schlug vor, Tibet und die überwiegend von Tibetern bewohnten Gebiete in den vier benachbarten Provinzen in ein „äußeres“ und ein „inneres“ Tibet zu teilen. Das „innere“ Tibet stand vorübergehend unter chinesischer Verwaltung, während im „äußeren“ Tibet eine Autonomie durchgesetzt werden sollte, die China jede Intervention untersagte. Nach der britischen Absicht sollte vor allem das „äußere“ Tibet kontrolliert werden, dann bei Gelegenheit das „innere“ Tibet. Nachdem die Simla-Konferenz ergebnislos endete, verstärkte Großbritannien seine Unterstützung der pro-britischen Mächte der tibetischen Oberschicht und hetzte die tibetische Armee zum Angriff gegen Sichuan und Qinghai auf.
Im Jahr 1933 ging der 13. Dalai Lama ins Nirvana ein. Die Zentralregierung verlieh ihm posthum einen Titel und sandte Huang Musong zur Verleihungszeremonie und Trauerfeier nach Tibet. Im Winter 1939 wurde der damals fünfjährige Lhamo Toinzhug von Qinghai nach Lhasa begleitet und zum 14. Dalai Lama ernannt. Die Zentralregierung der Republik entsandte Wu Zhongxin zur Leitung der Einsetzungszeremonie nach Tibet.
Obwohl Großbritannien und China während des Zweiten Weltkriegs Verbündete waren, versuchte Großbritannien mit allen Mitteln Chinas Souveränität über Tibet zu verhindern und sabotieren. Am 5. August 1943 überreichte der britische Außenminister Anthony Eden dem chinesischen Außenminister Song Ziwen ein Memorandum, in dem behauptet wurde, dass „Tibet de facto eine vollständig autonome Stellung besaß“. Die britische Seite versuchte, die Simla-Konferenz erneut einzuberufen, was von der chinesischen Regierung ignoriert wurde. Im Jahr 1947 erklärte sich Indien für unabhängig, damit war das von britischen Imperialisten langjährig geschmiedete Komplott zur „Unabhängigkeit Tibets“ in Rauch aufgegangen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Die USA übernahmen Großbritanniens führende Stellung unter den westlichen Ländern und setzten gleichzeitig die Aktivitäten für die „Unabhängigkeit Tibets“ fort. In der Tat begann die CIA, bereits bei ihrer Gründung Tibet in eigene strategische Überlegungen einzubeziehen. Im Namen einer Untersuchung für den Eisenbahnbau zum Transport von Gütern gegen die japanische Aggression überreichte der US-amerikanische Präsident Franklin Roosevelt dem Dalai Lama Geschenke und hoffte, dass Tibet seine Stellung „eines unabhängigen kleinen, schwachen Staats aufrechterhalten könne“.