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3.        Maßstab auf Dorfebene: a) 95% der Haushalte haben ein durchschnittliches Pro-Kopf-Nettoeinkommen von 1600 Yuan; b) Im Durchschnitt konsumiert ein Bauer 240 kg Getreide, 35 kg Fleisch und 14 kg Butteröl, ein Hirt 115 kg Getreide, 90 kg Fleisch und 22,5 kg Butteröl; c) Qualität, Struktur und Einrichtung der Wohnhäuser von Bauern haben sich weiter verbessert. Die Wohnfläche beträgt pro Person 14 qm. 90% der Hirten sind voll oder zeitweilig sesshaft; d) 90% der Haushalte besitzen ein Fernsehgerät oder einen Kassettenrekorder; e) 90% der schulpflichtigen Kinder besuchen eine Schule und 95% der Dorfbewohner aus Haushalten mit bescheidenem Wohlstand verstehen sich auf Wirtschaftsführung oder haben sich technische Fähigkeiten angeeignet; f) In mehr als 95% der Gebiete gibt es sauberes, hygienisch einwandfreies Trinkwasser; g) Das Dorf ist mit einem Motorfahrzeug zu erreichen; h) Die Dorfverwaltung ist komplett, das Dorfkomitee kann seine Kompetenz voll zur Geltung bringen. Die öffentliche Sicherheit ist gewährleistet.

4.        Maßstab auf Haushaltsebene: a) Das Pro-Kopf-Nettoeinkommen der Bauern und Hirten beträgt 1600 Yuan, 30% davon entfallen auf Einkommen in Bargeldform; b) Im Durchschnitt konsumiert ein Bauer 250 kg Getreide, 40 kg Fleisch und 15 kg Butteröl, ein Hirt 125 kg Getreide, 100 kg Fleisch und 25 kg Butteröl; c) Bauern leben in qualitativ guten Häusern aus Stein und Holz oder Lehm und Holz. Die Wohnfläche beträgt pro Person 15 qm. Wohnhäuser und Viehställe sind voneinander getrennt. Die Hirten sind sesshaft oder halbsesshaft; d) Alle schulpflichtigen Kinder besuchen eine Schule. Mindestens ein Familienmitglied versteht sich auf die Wirtschaftsführung oder eignet sich eine technische Fähigkeit an; e) Die Familienplanung und die Politik der Eugenik werden bewusst gefördert. Der Gesundheitszustand der Familie ist gut; f) Die Familie besitzt ein Fernsehgerät oder einen Kassettenrekorder; g) Gesetze und disziplinarische Bestimmungen werden eingehalten. Vorschriften und Regelungen der Gemeinde werden befolgt.

Da zwischen verschiedenen Regionen große wirtschaftliche Unterschiede bestehen,  können Standards und Inhalte des Projektes „Aufbau eines bescheidenen Wohlstands“ je nach Gegebenheiten differieren, ohne dabei die Qualität des Projektes zu beeinträchtigen. Im Bezirk Nyingchi z. B. soll das Pro-Kopf-Einkommen eines Haushaltes mit bescheidenem Wohlstand 2000 Yuan erreichen, wovon die Hälfte Bargeld-Einkommen sein soll. Jeder Bauer soll im Durchschnitt 600 kg Getreide besitzen.

Im Bezirk Nyingchi kommt das Projekt des bescheidenen Wohlstands schneller als in anderen Gebieten Tibets voran. Nach dem Aufbauplan 1999-2001 haben 80% der Kreise, Gemeinden, Dörfer und Familien in diesem Gebiet in drei Jahren das Niveau des bescheidenen Wohlstands bereits erreicht. 1999 gab es insgesamt 165 Dörfer des bescheidenen Wohlstands, 33 davon lagen im Kreis Bome, 26 im Kreis Nang, 30 im Kreis Mainling, 34 im Kreis Nyingchi, 16 im Kreis Zayu und 26 im Kreis Gongbo’gyamda. Tatkräftige Hilfe und Unterstützung aus den Provinzen Guangdong und Fujian haben die Verwirklichung des Projektes im Bezirk Nyingchi vorangetrieben. So investierten die Kreise Nyingchi, Mainling, Gongbo’gyamda, Bome, Nang und Zayu in der ersten Hälfe 1999 insgesamt 35,386 Mio. Yuan in den Ausbau kleinerer Marktflecken, davon kamen 18,6 Mio. Yuan aus den Provinzen Guangdong und Fujian. Im gleichen Zeitraum wurden in das Projekt des bescheidenen Wohlstands 29,77 Mio. Yuan investiert, davon kamen 11,5 Mio. Yuan aus Guangdong und 7,96 Mio. Yuan aus Fujian, was etwa 65% der Investition ausmacht. Mit der Verwirklichung des Projekts des bescheidenen Wohlstands hat sich der Bezirk Nyingchi in den letzten Jahren am schnellsten entwickelt.

Mit der Umsetzung des Projekts „bescheidener Wohlstand“ hat sich eine Reihe von Dörfern rasch entwickelt. Die Tätigkeit der wichtigsten Verwaltungsorgane und die Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Land haben sich deutlich verbessert. Der Lebensstandard der Bauern und Hirten ist gestiegen. Gute Beispiele dafür sind das Dorf Mainling der Gemeinde Mainling des Kreises Mainling, das Dorf Gyazhugcunling des Kreises Konggar und das Dorf Gangdeling des Kreises Doilungdeqen. Heute gibt es immer mehr Dörfer mit bescheidenem Wohlstand, die auch die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen und Weidegebiete vorantreiben.

Im Großen und Ganzen befindet sich das Projekt „bescheidener Wohlstand“ in Tibet in der anfänglichen Phase der Realisierung, die allmählich zur Entfaltung kommt. In Regionen mit guten Voraussetzungen haben sich einige Dörfer bereits zu Vorbildern des Projekts entwickelt. Die Bewohner dieser Dörfer haben ihren Lebensstandard spürbar gehoben. Für die anderen Bauern und Hirten ist das ein Anreiz, ihre Produktionsbedingungen und ihr Lebensumfeld ebenfalls schnell zu verbessern.

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