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43 Projekte für den Aufbau einer modernen Wirtschaft
43 sogenannte „schlüsselfertige Projekte“ wurden anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung des Autonomen Gebietes Tibet von der Zentralregierung auf der zweiten Arbeitskonferenz für Tibet im April 1984 beschlossen. Diese Projekte in den Bereichen Energie, Verkehrswesen, Baustoffe, Handel, Kultur, Bildung, Gesundheit, Tourismus und Sport wurden von neun Städten und Provinzen, darunter Beijing, Shanghai, Tianjin, Shandong und Fujian unterstützt. 20 Projekte wurden in Lhasa realisiert, die übrigen in den Bezirken Xigaze, Shannan, Nagqu, Qamdo und Ngari. Die Gesamtbaufläche der Projekte betrug ca. 250 000 qm, die Investitionssumme insgesamt 477 Mio. Yuan. Die bereits 1984 gestarteten Projekte wurden vom ersten Entwurf über Bauausführung und Einrichtung bis zur Ausbildung des Verwaltungspersonals von den beauftragten Einheiten übernommen. Alle Projekte wurden schlüsselfertig gebaut, wodurch die beispiellose, umfangreiche Modernisierung Tibets deutlich beschleunigt wurde. Das trug wesentlich zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in Tibet bei. Die 43 Projekte sind wichtige Kennzeichen der Geschichte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts in Tibet wie in ganz China.
Im Rückblick auf die 43 Projekte ist festzustellen, dass diese tatsächlich epochemachend für den Aufbau Tibets waren.
– Auf- und Ausbau neuer Industriezweige. Vor 1985 war „Tourismus“ für die meisten Tibeter nur ein leerer Begriff. Es gab keinerlei touristische Einrichtungen. Erst mit dem Bau einer Reihe von Hotels, darunter das Lhasa-, Tibet-, Xigaze- und Zetang-Hotel, begann sich der Tourismus in Tibet zur Schlüsselindustrie zu entwickeln. Die Gründung von Fabriken für Granitverarbeitung, Gipsprodukte und Futtermittel brachte der tibetischen Industrie beachtliche Wachstumsschübe.

– Städtebau in großem Ausmaß. Vor dem Bau der 43 Projekte war die Altstadt Lhasa längst nicht so sauber und schön wie heute. Vor allem die Straßen, insbesondere in den alten Stadtvierteln, waren sehr schmutzig. Ein Problem war auch die Versorgung mit sauberem Wasser. Nur einige Brunnen und wenige Wassertürme bildeten das Wasserleitungssystem. Mit dem Abwasser sah es noch schlimmer aus. Verrostete Eisenblechbuden in der Stadt prägten das Bild. Das städtische Umland war Sumpf oder Wüste. Mit den 1984 gestarteten Projekten veränderten sich das Stadtbild Lhasas und das der anderen Städte. Heute gibt es in fast allen Städten und Markenflecken Hochhäuser, sie gehören inzwischen wie selbstverständlich zum Bild Tibets.
– Gesellschaftlicher Fortschritt. Mit dem Ausbau der Qinghai-Tibet-Straße und der Lhasa-Konggar-Straße begann der Aufbau infrastruktureller Einrichtungen. Heute kann man von Tibet die Stadt Golmud binnen 24 Stunden mit dem Bus erreichen. Die Verbesserung im Verkehrswesen hat ein reichhaltiges Angebot an Waren mit sich gebracht. Die Menschen, die auf dem Dach der Welt leben, können voller Stolz und Freude sagen: „Was im Landesinneren angeboten wird, kann man auch in Tibet kaufen. Wir profitieren heute von den 43 Projekten. Dank ausreichender Energieversorgung sieht man Lhasas herrliche Silhouette nun auch bei Nacht.
- Für den Nachwuchs. Die Zukunft gehört immer der jungen Generation. Fünf der 43 Projekte sind Krankhäuser mit Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe. Im Kinderzentrum der Stadt Lhasa werden Kindern bereits Elementarkenntnisse vermittelt. Im audiovisuellen Gebäude gibt es moderne Lernmittel. An der Universität Tibet können sich die jungen Tibeter weiterbilden. In sieben Kunsthallen kann man lernen und sich vergnügen. Die 43 Projekte haben zur Heranbildung junger Fachkräfte für den Aufbau Tibets beigetragen.