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Zwischen Tradition und Moderne – Das aktuelle Leben der Hui in Ningxia Von Lu Rucai Das im Zentralwesten befindliche Ningxia ist das einzige autonome Gebiet der Hui in China. Unter den über sechs Millionen Einwohnern von Ningxia sind mehr als zwei Millionen Angehörige der Hui. Bei Entwicklung des modernen Lebens haben sie ihre eigenen Lebensgewohnheiten beibehalten und ihre Glaubenstradition fortgesetzt.
Erhalt der Hui-Kultur Morgens um neun Uhr breiten die MitarbeiterInnen des Muslimischen Delikatessen- und Kulturlands im Bezirk Xingqing von Yinchuan, Hauptstadt des Autonomen Gebiets Ningxia, die Arbeit für den ganzen Tag vor. Das ist eine im ersten Halbjahr 2008 eröffnete Ausstellungshalle für islamische Lebensmittel und muslimische Gebrauchsartikel. Das 20-jährige Mädchen Ding Ling spielt den Besuchern das charakteristische Musikinstrument der Hui „Kouxian“ (eine Art Zungeninstrument) vor. Das schüchterne Mädchen wohnt in einem nahe liegenden Wohnviertel der Hui. Ihre Eltern sind Geschäftsleute. „Wir sprechen zu Hause Chinesisch“, sagt sie, denn viele Besucher fragen, ob die Hui-Angehörigen im Alltag Arabisch sprechen. Arabisch hat sie erst nach dem Abschluss der Unterstufe der Mittelschule an der Koran-Hochschule Ningxia gelernt. „Vorher habe ich die arabische Sprache nur beim Beten von meinen Eltern gehört, konnte sie aber nicht sprechen.“ Das ist sehr üblich bei den jungen Leuten der Hui, meint Ding Ling. Auch den Inhalt des Korans können ihre Eltern nicht vollständig verstehen, sie haben ihn vom Imam gelernt, sagt sie. Im Erdgeschoss des Muslimischen Delikatessen- und Kulturlandes gibt es hauptsächlich Trachten und Accessoires, Geschirr, Teeservice, Teppiche, Stickereien und Scherenschnitte der Hui, im ersten Stock Nahrungsmittel, gesundheitsfördernde Kost und Arzneien der Hui. Wang Yan, die für die Ausstellungshalle zuständig ist, sagte: „Seit der Eröffnung wurden Gäste aus mehr als zehn Ländern empfangen. Die meisten Gäste kamen aus dem Mittleren Osten. Pelze, der Acht-Schätze-Tee, eine Spezialität aus Ningxia, die Frucht des Chinesischen Bocksdorns (Lycium chinense) und islamische Nahrungsmittel sind sehr gefragt. Die Stickereien der Hui unterscheiden sich stark von denen der Han-Chinesen, man kann den Unterschied schon auf den ersten Blick kennen. Für die Motive geht es bei den Stickereien und Scherenschnitten der Hui meist um Blumen und Gräser, was auf das Lebensumfeld der Hui zurückzuführen ist, welches seit alters diese Motive prägt. Bei Figurenmotiven sind hauptsächlich Porträts der Hui-Mädchen zu sehen.“ Die Produkte sind alle in Handarbeit von den Hui-Frauen der südlichen Gebirgsregion gefertigt. Zhang Wei ist zuständig für die Verbreitung der Kultur des autonomen Gebiets. Er sagte, dass viele Leute, bevor sie nach Ningxia kamen, glaubten, dass man hier auf den ersten Blick die Hui-Angehörigen von den Han-Chinesen unterscheiden könne, weil Ningxia ein autonomes Gebiet der Hui ist. In Wirklichkeit kann man sie vom Aussehen und der Sprache nicht voneinander unterscheiden. Ding Ling sagte, dass die meisten jungen Leute keine Trachten tragen. Nur ältere Hui-Männer tragen eine Kopfbedeckung und ältere Hui-Frauen ein Kopftuch. Das Chinesische Museum der Hui liegt im Kreis Yongning, 25 km von der Stadt Yinchuan entfernt. Es ist zurzeit das einzige Fachmuseum in China, in dem die Geschichte und Kultur der Hui und des Islams zur Schau gestellt werden, und Teil Kulturparks der Hui. Die Besucher sind nicht nur Hui-Angehörige, sondern kommen aus allen Teilen des Landes und auch aus dem Mittleren Osten. Unter den Ausstellungsführerinnen sind meist Hui-Mädchen. Die 22-jährige Zhang Yuxin ist eine Absolventin der Koran-Hochschule Ningxia im Fach Arabisch. Sie arbeitet nur vorübergehend im Museum, weil sie einen Antrag auf das Studium an einer Universität in Ägypten gestellt hat und jetzt auf das Visum wartet. Sie sagte: „Ich habe kein Problem mit Alltagsgesprächen auf Arabisch. Aber ich hoffe, dass ich ein hohes Dolmetschniveau erreichen kann.“ Das ist eben der Grund, warum sie ins Ausland zum Studium gehen möchte. Ihre Familie lebt in der Gemeinde Sanyin der Stadt Guyuan. Ihre Mutter betreibt ein muslimisches Restaurant. „Die Angehörigen der Hui verstehen sich gut aufs Geschäft. In fast allen Branchen sind sie tätig“, sagte Zhang Yuxin. Was das Berufsleben nach dem Auslandsstudium betrifft, so plant sie, in einer Handels- oder Baufirma zu arbeiten. „Ich kann in einem Land des Mittleren Ostens als Dolmetscherin arbeiten oder nach Yiwu in der Provinz Zhejiang (die Kleinstadt ist an sich ein Handelsmarkt) gehen, dort gibt es viele Handelsleute aus den arabischen Ländern. Der Handelsverkehr zwischen China und den arabischen Ländern ist reger geworden. Der Mangel an Arabisch-DolmetscherInnen wird immer größer. Wie viele meiner StudienkollegInnen möchte ich zuerst in einem arabischen Land studieren, um mein Sprachniveau zu erhöhen, dann als Dolmetscherin arbeiten. Der Islam ermutigt sowohl Jungen als auch Mädchen zum Lernen. Meine Eltern machen sich keine Sorge um mich, wenn ich in einem arabischen Land studieren werde.“ Während der Führung durch die Ausstellung singt Zhang Yuxin, wenn die Besucher sie darum bitten, ein Lied zum Lob des Propheten Mohammed auf Arabisch, das sie an der Hochschule gelernt hat. |
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Xiqing-Tourismusfest für Folklore in Yangliuqing![]() Um die aufblühende Geschäftsszene zu fördern und die Sitten und Gebräuche der früheren Bewohner der alten Gemeinde Yangliuqing zu vergegenwärtigen, wird diese touristische Veranstaltung vom Büro für den Fremdenverkehr der Stadt Tianjin und der Volksregierung des Bezirks Xiqing gemeinsam organisiert. |
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