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Wiederverwertung der Abfälle Bei Veränderung der Konsumstruktur wächst auch der Anteil der wiederverwertbaren Abfälle. Laut einem Mitarbeiter der Chinesischen Kommission für die Entsorgung städtischer Abfälle sind verbrauchte Verpackungsmaterialien und Wegwerfartikel ein wichtiger und wachsender Teil der städtischen Abfälle. Allein die verbrauchten Verpackungsmaterialien machen mehr als 10% der städtischen Haushaltsabfälle aus. Diese Abfälle sind wiederverwertbar. In Beijing ist in den Büros fast aller Staatsorgane ein Müllbehälter für Altpapier zu sehen. Diese werden zusammen mit gesammelten alten Zeitungen und Verpackungspapier in die Beijinger Papierherstellungsfabrik Nr. 7 geschickt. Verbrauchte Plastikwaren werden auch in den Kunststoffverarbeitungsfabriken wiederverwertet. Zurzeit gibt es in Beijing sechs Fabriken für Recycling-Materialien. Die Plastikflaschen werden meist mit Erdöl als Rohstoff hergestellt. Für die Herstellung einer Tonne Plastikflaschen werden sechs Tonnen Erdöl gebraucht. Allein in Beijing werden jährlich ca. 150 000 Tonnen Plastikflaschen weggeworfen. Auf dem Markt für die Wiedergewinnung von Altmaterial in Panjiayuan im Bezirk Chaoyang gibt es ein modernes Zentrum für die Rückgewinnung, Vorbehandlung und Verpackung von verbrauchten Plastikflaschen. Von dort aus werden täglich ca. 50 Tonnen verbrauchte Plastikflaschen in die Werkstatt der „Yingchuang GmbH für erneuerbare Energien“ in Beijing transportiert. Der Betrieb besitzt die größte Produktionslinie für Recycling-Flaschen in Asien und kann täglich 160 Tonnen verbrauchter Plastikflaschen zurückgewinnen und wiederverwerten. Die Maschinen werden die Plastikflaschen nach Farben sortieren, waschen, desinfizieren und zerkleinern. Nach Verschmelzung werden die zerkleinerten Teile in cremige Stücke geformt, mit denen dann die Recycling-Plastikflaschen hergestellt werden. Der Betrieb gewinnt jährlich 60 000 Tonnen verbrauchter Plastikflaschen wieder, die 40% der gesamten verbrauchten Plastikflaschen in Beijing ausmachen. Zhao Yan, ein Verantwortlicher des Betriebs stellte uns vor, dass der Betrieb für seine Technologien und Produktionsanlagen die Zertifikate von der US-amerikanischen Medikamentenbehörde FDA und dem ILSI (International Life Science Institute) erhalten hat. Die Recycling-Plastikflaschen können nicht nur wie die mit Ausgangsmaterial hergestellten Plastikflaschen als Verpackungsmaterial für Arzneien und Lebensmittel verwendet werden, sondern ihre Produktionskosten sind auch um 7% niedriger. Die Firma Coca Cola hat sich entschieden, jährlich 10 000 Tonnen Recycling-Plastikflaschen für die Abfüllung ihrer Produkte zu kaufen. Einer Untersuchung zufolge betragen die täglichen Küchenabfälle in Beijing 1200 Tonnen, die 63% der Haushaltsabfälle ausmachen. Zwar besitzt China bereits viele patentierte Techniken, mit denen aus Küchenabfällen organische Düngemittel zu produzieren sind, doch wegen hoher Kosten ist die Nutzung der mit diesen Techniken fabrizierten Anlagen noch nicht verbreitet. Daher werden zahlreiche Küchenabfälle in die Entsorgungsfabriken transportiert. In Beijing gibt es im Bezirk Daxing, Chaoyang, Tongzhou und Haidian je eine Entsorgungsfabrik für Küchenabfälle, die tägliche Entsorgungskapazität beträgt insgesamt 1200 Tonnen. In der südchinesischen Stadt Guangzhou wird das landesweit größte Entsorgungsprojekt für Küchenabfälle gebaut, die geplante tägliche Kapazität wird 1000 Tonnen betragen. Die Küchenabfälle aus der ganzen Stadt werden in der Fabrik kompostiert. Energien aus dem Abfall gewinnen In Beijing gibt es über 800 verschlossene Stellen für nicht sortierte Abfälle. Dort werden die Abfälle zuerst per Hand und anschließend maschinell sortiert. Die organischen Abfälle werden in die Kompostfabriken und die anorganischen in die Fabriken zur Verschüttung und Verbrennung transportiert. In China entstehen jährlich 160 Millionen Tonnen Abfälle, die 1/4 der gesamten Abfallmenge der Welt ausmachen. Bei der Abfallentsorgung dominiert immer noch die Verschüttung. Doch die Bodenressourcen werden immer kostbarer, demnach werden die Kosten für die Verschüttung von Abfällen auch ständig wachsen. Daher findet die Verbrennung von Abfällen nach und nach Verbreitung. Nach Darstellung von Guo Weidong vom Beijinger Verwaltungskomitee für Städtebau wurden Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts in Beijing mit den Krediten der Weltbank und Fördermitteln der deutschen Regierung insgesamt fünf Abfallentsorgungsprojekte gebaut. Die gesamte Investitionssumme belief sich auf über 600 Millionen Yuan, 200 Millionen Yuan davon kamen aus China. Bis zum Ende 2007 wurden in Beijing insgesamt 23 Abfallentsorgungseinrichtungen fertig gestellt, darunter 6 Abfallumladestellen, 4 Entsorgungsanlagen und 13 Anlagen für die Verschüttung von Abfällen. Die geplante tägliche Entsorgungskapazität beträgt 10 350 Tonnen. Die unschädliche Entsorgungsrate von Abfällen in Städten ist von 93,8% im Jahr 2004 auf 99% im Jahr 2007 und der Prozentsatz in den Vororten ist von 33,3% auf 76% gestiegen. Bei Kompostierung, Verschüttung und Verbrennung werden die Abfälle nicht nur ohne Schaden anzurichten entsorgt, sondern auch neue Energie daraus gewonnen. In Chinas Großstädten werden immer mehr Abfallentsorgungsanlagen gebaut, mit dem Ziel, aus dem Abfall Ressourcen zu gewinnen. Das Entsorgungszentrum für Haushaltsabfälle Asuwei in Beijing hat vier Projekte: die Anlage für verschüttete Abfälle, die Anlage für Abfallkompostierung, die Anlage für Abfallverbrennung und Stromerzeugung sowie die Stromerzeugung mit Faulgas. Im Mai 2007 wurde das Projekt zur Stromerzeugung durch Nutzung von Faulgas fertig gestellt. Dabei wurde das weltweit modernste Faulgas-Generatorenaggregat von Deutz verwendet. 17 000 Haushalte werden mit dem damit erzeugten Strom versorgt, jährlich können so ca. 10 000 Tonnen Kohle gespart werden. Das bei Verschüttung von Abfällen entstandene Faulgas verschmutzt die Umwelt, denn der davon verursachte Treibhauseffekt ist um das 20fache höher als der von Kohlendioxid. Außerdem kann es auch Unfälle wie Brände auslösen. Bevor man mit Faulgas Strom erzeugte, wurde das Gas einfach verbrannt, so dass das ausgestoßene Kohlendioxid die Luft verschmutzte. Nun kann das Projekt zur Stromerzeugung durch Nutzung von Faulgas in Asuwei in die CDM-Projekte des „Kyoto-Protokolls“ aufgenommen werden. Mit den modernen Technologien zur Speicherung, Klärung und Vorbehandlung von Faulgas sowie den strengen Managementmaßnahmen wird nicht nur der Umweltschutz aufrechterhalten, sondern die Nutzung von Ressourcen weitestgehend ausgereizt. |
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