An Neujahr 1992 hatten Sui Guohong und seine Frau gerade eine schlaflose Nacht hinter sich. Noch heute kann er den Appell seiner Frau nicht vergessen: „Nur wenn du selber aktiv wirst, können wir noch hoffen. Nur dann gibt es einen Ausweg.“
Danach kündigte Sui Guohong seinen Job und fuhr nach Shenyang. Dort verkaufte er in einem Großhandel Wandkalender und verdiente mehrere tausend Yuan. Die Erinnerung daran macht ihn immer noch glücklich.
„Sie fragen, ob die Reform und Öffnung gut war? Sie fragen, ob die Kommunistische Partei gut ist?“, sagt er zum Journalisten. „1999 sind wir aus unserer alten, winzigen Wohnung ausgezogen, jetzt wohnen wir in der Nähe des Flusses Yalu und nennen eine geräumige Wohnung mit zwei Schlafzimmern und Wohnzimmer unser eigen. 2006 habe ich ein Auto gekauft. Auch nach Kühlschrank, Farbfernseher etc. müssen Sie nicht fragen, wenn ich etwas haben will, kaufe ich es.“
„Und dann gibt es ja noch den Beitritt zur WTO“, sagt er. „Obwohl ich dazu nicht viel sagen kann, so weiß ich doch, dass er für unsere Lebensverhältnisse enorme Veränderungen mit sich bringen wird, das Warenangebot wird reichhaltiger und gleichzeitig günstiger. Ich arbeite hauptsächlich für nationale Exportfirmen. Deren Geschäft läuft in letzter Zeit Jahr für Jahr besser, auch ihr Einkommen steigt unaufhaltsam. Dadurch wird die Lage bestimmt noch viel besser werden!“
3. Lu He, der schon in jungen Jahren in die Hauptstadt kam, sagt: „Ohne Reform- und Öffnungspolitik hätte ich sicher kein eigenes Auto!“
„Ich kann sagen, dass ich mit der Reform- und Öffnungspolitik zusammen aufgewachsen bin. Ohne Reform und Öffnung hätte ich niemals einfach aus meiner Heimat im Nordosten in die Hauptstadt Beijing kommen können, um Arbeit zu suchen. Genauso wenig hätte ich jetzt mein eigenes Auto.“ Am Silvesterabend wird Lu He, der in der Nähe des zweiten Rings in Beijing ein kleines Appartement bewohnt, fast von seinen Gefühlen überwältigt, als er davon spricht, wie er zu Beginn der Reform- und Öffnungspolitik geboren wurde und aufwuchs.
Lu He arbeitet zurzeit in einem privaten Autohandel in Beijing, davor arbeitete er einige Jahre als Wachmann. Er ist der Meinung, dass sein Leben mit der Reform- und Öffnungspolitik sehr stark verbunden ist. Nicht nur das Alltagsleben hat sich verändert, auch all seine bisherigen Jobs standen stark mit den Reformen im Zusammenhang. So gab es 1984 erstmals Firmen, die sich auf Sicherheitspersonal spezialisierten, und seit einigen Jahren erst gibt es vermehrt Privatpersonen, die Autos kaufen, all das wurde nur durch die rasanten Veränderungen im Zuge der Reform- und Öffnungspolitik ermöglicht.