Wenn es dem Staat immer besser geht, dann wird es auch uns immer besser gehen
Das Leben von vier gewöhnlichen Personen unter dem Einfluss der Reform- und Öffnungspolitik
Unser Land feiert in diesem Jahr den 30. Jahrestag der Reform- und Öffnungspolitik. Dieser Abschnitt der chinesischen Geschichte bedeutete in nie da gewesener Art und Weise weit reichende Reformen und Öffnung, verbunden mit einer enormen Begeisterungswelle von hunderten Millionen von Menschen. Das Leben von vielen Menschen erfuhr tief greifende Veränderungen, China hatte eine epochale Wende eingeleitet.
Am Neujahrsfest, wenn auf Familientreffen über alte Zeiten geredet wird, haben sich vier Journalisten von der Nachrichtenagentur Xinhua auf den Weg gemacht und in Jiangsu, Liaoning, Beijing und Shanxi vier ganz gewöhnliche Menschen interviewt. Vom Bauer zum Unternehmer, vom Arbeiter zum Selbstständigen, vom Arbeitslosen zum Vertriebsleiter im Autohandel, vom Kader zum reichen „self-made Man“ auf dem Land, das sind die Karrieren dieser vier gewöhnlichen Leute. Die großen Veränderungen im Arbeitsleben und im Privatleben sind jeweils stark beeinflusst durch den Prozess der Reform- und Öffnungspolitik.
1. Der Bauer Yang Guoqiang: „Man kann China verlassen und die Welt sehen, früher hätte man das nicht einmal zu denken gewagt.“
Am zweiten Frühlingsfesttag machen sich Yang Guoqiang aus Nantong in Jiangsu und seine Familie auf den Weg nach Europa. Es ist bereits das dritte Mal, dass Yang Guoqiang mit seiner Familie eine Auslandsreise macht.
Im Jahr 2007 hat Yang den Gewinn in seiner Textilfabrik um 30% steigern können, was ihn natürlich äußerst glücklich macht. „Mein Leben ist momentan so gut, ich kann sogar China verlassen und die Welt sehen, das hätte ich früher nicht einmal zu denken gewagt. Das alles habe ich der Reform- und Öffnungspolitik zu verdanken.“ Yangs Familie war über Generationen hinweg in der Landwirtschaft tätig, 30 Jahre zurück denkend sagt er: „Vor der Reform- und Öffnungspolitik hat man auf dem Land nichts als Reis gegessen. Was man auf dem Feld gepflanzt hat und wie man es angebaut hat, nichts konnte man selber entscheiden. Jeden Tag hat man vom Morgengrauen bis spät in die Nacht gearbeitet, und trotzdem nicht mal 2 Mao verdient. Jeder arbeitete ohne jegliche Begeisterung, und wenn die Ernte einmal nicht so gut ausfiel, gab es nicht einmal genügend Reis zu essen.“