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Viertens wurden die Gründe für den rapiden Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt analysiert. Dieser wird nämlich nicht durch das natürliche System von Angebot und Nachfrage geregelt, sondern vor allem durch die Gewinnprognosen. Wenn diese auf dem Immobilienmarkt verändert werden, dann werden große Veränderungen in Angebot und Nachfrage von Wohnungen eintreten. Wie können also die von Käufern angestellten Prognosen verändert werden? Dazu meinte der neue Minister, dass man erst die momentan unvernünftige Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt regulieren muss. Das größte Problem hierbei sind die enormen Investitionen in den Immobilienmarkt. Wenn man diese eindämmen kann, dann kann man viele Probleme auf dem Immobilienmarkt in China lösen.
Es ist ohne Zweifel ersichtlich, dass viele der Probleme auf dem Wohnungsmarkt auf dem Festland durch den ausufernden Investitionsbedarf ausgelöst wurden. Sowohl der diesjährige Tätigkeitsbericht der Regierung als auch der neue Minister stellen klar, dass eine der politischen Maßnahmen der Regierung darin besteht, dem Investitionsvolumen entschlossen Einhalt zu gebieten. Außerdem ist der Autor der Meinung, dass nicht nur der neue Investitionsbedarf eingedämmt werden soll, sondern man auch bereits getätigte Investitionen einschränken muss. Durch eine gezielte Steuerpolitik kann man dafür sorgen, dass die Unternehmer sich wegen geringerer Gewinnerwartungen aus dem Markt zurückziehen müssen. Wenn die Regierung nur entschlossen genug durchgreift, kann das Angebot an Wohnungen bald wieder wesentlich steigen. Damit sind viele Fragen auf dem Wohnungsmarkt ganz einfach lösbar.
Sowohl beim Mangel an Bauland als auch bei der Bevölkerungsdichte liegt China hinter Deutschland. Warum jedoch sind die Immobilienpreise in Deutschland in den letzten 10 Jahren kaum gestiegen? Die einfachste Erklärung liegt darin, dass die Regierung mit ihren Maßnahmen die Einschätzung der Einwohner über die Entwicklung der Wohnungspreise richtig anleitet und die Entscheidungen über den Wohnungskauf beeinflusst hat. Wenn der Preisanstieg für Immobilien in China genau wie in Deutschland auch nur 1 % jährlich betragen würde, dann würde der Investitionsbedarf am Immobilienmarkt sofort gestoppt. In dieser Hinsicht kann China von Deutschland noch viel lernen.
Aus: Xinjing Bao (The Beijing News), 25. März 2008
Wir möchten Sie noch auf einige englischsprachige Artikel zu diesem Thema aufmerksam machen:
“Survey: Real estate most profitable industry in China” By Ding Qi (chinadaily.com.cn) http://www.chinadaily.com.cn/bizchina/2008-03/14/content_6537584.htm
“Attracting the home renters” (China Daily)
http://www.chinadaily.com.cn/opinion/2008-03/28/content_6572425.htm
“Buyers losing interest as prices stay high” By Zhou Yan and Jin Jing (China Daily) http://www.chinadaily.com.cn/china/2008-04/03/content_6588397.htm
“Home prices to be part of performance” http://english.people.com.cn/90001/6375237.html
“Beijing housing price spike slows down” http://english.people.com.cn/90001/90776/90884/6377504.html
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