Zhao Hongbo will das Leben der „Kleinbourgeoisie“ führen
Von Cheng Wenjun
Der 22-jährige Zhao Hongbo studiert als Postgraduierter an der Tsinghua-Universität. Obwohl die Tsinghua-Universität zu den besten Universitäten Chinas gehört, macht er sich – wie die meisten Studierenden – Sorgen darum, ob er nach dem Studienabschluss einen passenden Arbeitsplatz finden kann, denn China steht aufgrund einer ständig wachsenden Zahl von Hochschulabsolventen unter einem starken Beschäftigungsdruck. Trotzdem weckte die Frage „Was würden Sie tun, wenn Sie reich wären“ seine Sehnsucht nach einer prächtigen Zukunft.
„Wohnungskauf steht an erster Stelle“
Zhao Hongbo wurde in einer Arbeiterfamilie geboren. Um sein Studium finanziell zu unterstützen, verließen seine Eltern vor einigen Jahren ihre Heimat und gingen nach Wuhu in der Provinz Anhui. Dort kauften sie eine Wohnung auf Kredit, was seitdem einen großen finanziellen Druck auf sie ausübt. „Wenn ich Geld hätte, würde ich vor allem meinen Eltern helfen, die Kredite zurückzuzahlen“, erklärte Zhao.
„Wenn ich 5 Millionen Yuan hätte, würde ich mir auch eine eigene Wohnung leisten, damit meine Eltern sich nicht mehr um mich sorgen und einen glücklichen Lebensabend verbringen können. Das ist die größte finanzielle Aufwendung, die ich machen müsste. Meiner Ansicht nach ist eine Wohnung die erste Voraussetzung für ein stabiles Leben, egal, ob ich ledig bleibe oder eine Familie gründe“, so Zhao Hongbo.