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Kang Hua will einen Supermarkt in ihrer Heimat eröffnen

 Von Li Yahong



Kang Hua, geboren im Jahr 1989, stammt aus einer ländlicher Region der Provinz Sichuan. Vor einigen Jahren verließ sie ihre Heimat und kam nach Beijing, um als Kellnerin in einem Schnellrestaurant zu arbeiten. Jetzt arbeitet sie beim Haushaltsservice Ainong, weil sie der Auffassung ist, dass sie als Haushaltshilfe mehr lernen kann und eine bessere Zukunftsperspektive hat.

 „Zu viel Geld möchte ich nicht“

 „Zu viel Geld möchte ich aber nicht, denn Geld bedeutet nicht unbedingt Glück“, sagte Kang Hua im Gespräch. Sie verdient monatlich 1000 Yuan. Für die Reichen reicht dieses Geld nicht einmal aus, um davon ein Essen in einem Luxusrestaurant zu bezahlen. „Ich bin damit zufrieden, wenn ich einen bescheidenen Wohlstand erreiche“, so Kang Hua.

„Wenn ich reich wäre, würde ich lieber in die Heimat zurück. Zwar ist Beijing viel moderner als meine Heimat, jedoch fühle ich mich in dieser Stadt nicht wie Zuhause, wo ich die Wärme der Heimat spüren kann.“ Traditionelle chinesische Vorstellungen haben sich bei ihr tief eingeprägt, obwohl man dies an ihrer Kleidung nicht erkennen kann. „Eine Kollegin von mir besorgt sich oft einen Lottoschein. Sie träumt, dass sie eines Tages gewinnt und sich eine Wohnung in Beijing leisten kann. Ich dagegen habe nie davon geträumt, eine Wohnung in Beijing kaufen zu können.“ 

„Wenn ich 100 000 Yuan hätte, würde ich einen Supermarkt in meiner Heimat eröffnen. In der Kreisstadt, wo mein Zuhause liegt, gibt es nur einen kleinen Supermarkt. Die Einwohner kriegen die notwendigen Artikel für den täglichen Gebrauch noch in den traditionellen chinesischen Läden, deren Inhaber auch der einzige Verkäufer ist. So will ich einen Supermarkt nach dem Modell der Supermärkte in Beijing eröffnen“, sagte Kang Hua. 

Viele chinesische Lokalregierungen haben den Bauern in der Stadt Vorzugsbedingungen eingeräumt, damit sie in die Heimat zurückkehren und Unternehmen gründen können. Nach mehrjähriger Arbeit in der Stadt haben viele von ihnen Geld verdient und auch technische Fertigkeiten erlernt. Sie könnten einen großen Beitrag für die Entwicklung ihrer Heimat leisten. Nach Statistiken des Landwirtschaftsministeriums liegen allein in der Landgemeinde Longqiao nahe der Stadt Chengdu mehr als 40 Unternehmen zur Herstellung von Kinderkleidung, die von Rückkehrern aus den Städten errichtet wurden. Solche Unternehmen haben mehr als 5000 Arbeitskräfte eingestellt und erreichen einen Produktionswert von etwa 500 Millionen Yuan. 

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