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„Was würden Sie tun, wenn Sie reich wären?“
– Gespräch mit zwölf Chinesen
Zha Qian will wohltätig sein
Von Li Guowen
Der 30-jährige Zha Qian ist Generalmanager der Beijinger Filiale der Firma Nanling, die im Bereich Forschung und Entwicklung tätig ist. Ende 2007 flog er von Hefei, der Hauptstadt der Provinz Anhui, nach Beijing zurück. Im Flugzeug gewann er in der von der Fluggesellschaft Hainan angebotenen Lotterie 100 Yuan (etwa 10 Euro). „Wenn ich 200 000 Yuan gewonnen hätte, hätte ich die Hälfte der Summe wohltätigen Zwecken gespendet“.

„Ich würde das Bildungswesen in armen Bergregionen finanziell unterstützen“
Zha Qian kommt aus einem Dorf der Provinz Anhui. Er kann sich noch heute an die Wände des Klassenzimmers der Grundschule, die er besuchte, erinnern. Die Wände waren aus Lehm und hatten ab und zu kleinere und größere Löcher in sich. Zwar gibt es nun keine solchen Klassenzimmer mehr, aber in vielen verkehrsungünstig gelegenen Bergregionen bleiben die Unterrichtsbedingungen weiterhin schlecht. „Wenn ich reich wäre, würde ich vor allem das Bildungswesen in armen Bergregionen finanzieren“.
Zurzeit ist Zha Qian Vorstandsmitglied des Roten Kreuzes in China und ein Freiwilliger der Chinesischen Knochenmarkspenderdatei. Häufig nimmt er an entsprechenden Aktivitäten teil. Seiner Meinung nach ist Wohltätigkeit in China nicht sehr verbreitet. Wird von diesem Thema gesprochen, denken viele Leute unmittelbar an die Reichen. „Wohltätigkeit ist eine gemeinsame Sache der Gesellschaft. Jeder kann wohltätig sein, egal ob er Geld hat oder nicht. Wenn man viel Geld hat, kann man mehr tun. Wenn man wenig Geld hat, kann man dementsprechend weniger tun. Auch wenn man kein Geld hat, kann man etwas tun.“ Anders als in China kommen in den USA nur 10% der Geldspenden aus Firmen und Unternehmen, 5% aus großen Stiftungen, die übrigen 85% allerdings werden von den Volksmassen aufgebracht. In Großbritannien wenden die reichsten unter den Familien, die überhaupt Geld spenden, weniger als 1% ihres Einkommens dafür auf, während die ärmsten 20% unter den Spendern etwa 3% ihrer Einkommen gespendet haben. „Aber es ist auch selbstverständlich, dass man mehr tun kann, wenn man mehr Ressourcen hat, so man philanthropisch sein will“, meint Zha Qian.
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Weltgeopark Lushan in der Provinz Jiangxi![]() Der Geopark Lushan gehört zur ersten Gruppe der vom Ministerium für Territoriale Ressourcen genehmigten Geoparks auf Staatsebene. Am 13. Februar 2004 wurde er von der UNESCO zum Weltgeopark erklärt. Der insgesamt 500 qkm große Park liegt in der Stadt Jiujiang der Provinz Jiangxi. |
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