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Durch die Kinderbetreuung lernte sie Beijing und den Verkehr gut kennen. Sie beklagt, dass ihr Einkommen damals zu niedrig war, weshalb sie sich entschloss, einen anderen Beruf zu ergreifen. Sie lieferte für einen Blumenladen die Blumen aus. Um fünf Uhr abends fuhr sie mit einem Dreirad zu einem Hotel nach Pinganli, zur Gesangshalle. „Je mehr Blumen ich auslieferte, desto höher war mein Trinkgeld.” sagte sie mir. Drei Jahre später arbeitete Frau Fu in einer Fabrik, die Seidenblumen herstellt. Ihr Einkommen betrug 600 Yuan pro Monat.

1996 begann sie, am südlichen Ufer des Houhai-Sees Kunstwerke, Spielzeuge und Handschuhe zu verkaufen. Jeden Tag verdiente sie 20 oder 30 Yuan. Ein Jahr später gründete sie ein Laden, der Antiquitäten verkauft. Jeden Monat konnte sie 800 oder 1000 Yuan verdienen. Um zwei Uhr nachts fuhr sie mit einem Dreirad zum Antiquitätenmarkt Panjiayuan, um Antiquitäten anzukaufen. Ein Sprichwort lautet: „Drei Jahre ohne einen Geschäftsabschluss; wenn dann ein Geschäftsabschluss zustande kommt, kann davon drei Jahre lang der Lebensunterhalt bestritten werden.“ Eine Taschenlampe, die für zehn Yuan eingekauft wurde, wird hier für 150 Yuan verkauft. Einmal brachte ein alter Mann einen Bronzespiegel, der 8000 Yuan kosten sollte, zum Antiquitätenmarkt Panjiayuan. Einige junge Leute betrachteten den Spiegel. Nach zehn Minuten war der Bronzespiegel verschwunden. Der alte Mann erlitt nach diesem Schlag eine Gehirnblutung. Auf dem Freimarkt in Houhai wurde eine alte Uhr, die im Einkauf 300 Yuan kostete, für 1000 Yuan verkauft. Auf dem Markt hat Fu Chunmei reiche Erfahrungen gesammelt. Später verkaufte sie vor allem Jadewaren aus der Provinz Henan und Briefmarken.

1998 hat sie geheiratet. Im Jahr darauf wurde ihre Tochter geboren. So blieb sie zu Hause, um sich um ihre Tochter zu kümmern. Ab Januar 2005 begann sie im Sanli-Warenhaus bei Andingmen, Kleidung zu verkaufen. Dort lernte sie viele Rituale der Geschäftswelt kennen und wurde in diesen Praktiken ausgebildet. So darf man die Kunden im Warenhaus nicht übervorteilen und muss als Verkäuferin anständig gekleidet sein. Ihre eigenen ästhetischen Ansprüche haben sich erhöht.

Sie hat allerdings die Schwierigkeit, dass sie immer noch mit ständigem Wohnsitz in Sichuan gemeldet ist. Ohne eingetragenen ständigen Wohnsitz (Hukou) in Beijing hat sie keine Sozialversicherung. Sie muss warten, bis sie 45 Jahre alt ist, erst dann kann sie ihren eingetragenen ständigen Wohnsitz nach Beijing wechseln.

Nun hat sie einen Traum, der darin besteht, einmal einen eigenen Kinderkleidungsladen zu eröffnen.

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