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Shenzhen – Banner der Reform und Öffnung (Teil 2)

 Von Wu Saifeng, Song Xiaogu und Zeng Bo

Erneuerung aus eigener Kraft

Die glänzenden Erfolge, die Shenzhen in den letzten 30 Jahren seit der Reform und Öffnung erzielt hat, stehen mit den wissenschaftlich-technischen Erneuerungen in engem Zusammenhang. Eine große Reihe von Hightech-Unternehmen, die in Shenzhen Fuß gefasst haben und gewachsen sind, hat dazu beigetragen, dass sich Shenzhen von einem kleinen Fischerdorf zu einer internationalen Metropole entwickelt hat.

Das Unternehmen Huawei, im Straßenviertel Bantian in Shenzhen gelegen, wurde im Jahr 1988 gegründet. Anfangs beschränkte sich der Geschäftsbereich des Unternehmens auf die Vertretung von kleinen Analog-Konvertern für eine Hongkonger Firma. Aber der Unternehmenschef Ren Zhengfei wollte sich allein mit der Vertretung nicht zufrieden geben. Es war eine kluge strategische Entscheidung, Produkte aus eigener Kraft zu entwickeln. Inzwischen hat sich Huawei zu einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Telekommunikation entwickelt. Der Erfolg von Huawei ist zum großen Teil dem Plan zur Entwicklung der Hightechindustrie in Shenzhen und deren Umsetzung zu verdanken. Aus der Einsicht, dass Wissenschaft und Technik die primären Produktivkräfte sind, hat Shenzhen seine extensive Wirtschaftsentwicklung auf das Niveau der entwickelten Länder, die ihre wirtschaftliche Entwicklung durch Wissenschaft und Technik fördern, gehoben, was einen großen historischen Sprung bedeutet. Eine Reihe von Hightech-Unternehmen, darunter Huawei, ZTE, Lenovo und BYD, hat sich zu weltweit bekannten Unternehmen entwickelt.

 In den letzten über 20 Jahren hat Shenzhen ständig systembedingte und institutionelle Hindernisse für eine Erneuerung aus eigener Kraft beseitigt. Durch die Reform des Personalsystems wurde das erste System für den freien Austausch von Fachkräften geschaffen; durch die Reform des Verteilungssystems wurde die Initiative der wissenschaftlich-technischen Fachkräfte und Unternehmer zur Inovation voll zur Geltung gebracht; durch die Marktreform können die Hightech-Unternehmen entsprechend den Marktgesetzen ihre für die Innovation benötigten Ressourcen gewinnen und durch die Reform des Investitions- und Finanzierungssystems ist ein relativ entwickelter Kapitalmarkt für die Erneuerungen und die unternehmerischen Existenzgründungen entstanden.

 Die weltweiten wirtschaftlichen und technischen Veränderungen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts stellten auch die Hightechindustrie in Shenzhen vor Herausforderungen und Chancen. Mit dem Aufschwung der lokalen Hightech-Unternehmen wie Huawei und ZTE hat die Hightechindustrie in Shenzhen bereits ein relativ hohes Niveau erreicht. Eine Präsentations- und Handelsplattform wurde dringend benötigt, um die Unternehmen größer und stärker zu machen und die wirtschaftliche Entwicklung in Shenzhen voranzutreiben. Landesweit begann die Hightechindustrie, sich mit der Strategie für „den Aufschwung des Landes durch Wissenschaft und Bildung“ schwungvoll zu entwickeln. In diesem Vorfeld war es ebenfalls notwendig, eine staatliche Plattform zu etablieren, auf der internationaler wissenschaftlich-technischer Austausch stattfinden konnte und die Umsetzung der chinesischen Forschungsergebnisse in die industrielle Produktion gefördert wurde.

Um die Hightechindustrie in Shenzhen zu entwickeln, nach Umsetzungsmöglichkeiten der Forschungsergebnisse in die industrielle Produktion zu suchen und sich in die vorderste Front der Neu- und Hochtechnologien im 21. Jahrhundert zu stellen, haben das Parteikomitee und die Stadtregierung der Stadt Shenzhen nach zahlreichen Untersuchungen vor Ort und gründlichen Überlegungen beschlossen, im Jahr 1998 das jährlich stattfindende „Litchi-Festival“ zu annullieren und stattdessen die Messe für Hightech China zu veranstalten. Nach umsichtiger Planung und Organisation wurde im Oktober 1999 die Messe für Hightech China in Shenzhen eröffnet, womit der Entwicklungsprozess der Hightechindustrie in Shenzhen und in ganz China verändert wurde.

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