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Seither arbeiten die Pioniere hart am Projekt „Shenzhen“. Heute können nur noch wenige Menschen etwas mit dem Namen „Bao’an“ verbinden, denn im Januar 1979 wurde der Kreis Bao’an in Shenzhen umbenannt. Am 2. Juli 1979 begründete Yuan Geng, damals Vize-Vorstandsvorsitzender von China Merchants Steam Navigation Co., Ltd. (China Merchants) des Verkehrsministeriums, die Industriezone Shekou im Bezirk Nanshan in der Stadt Shenzhen, was den Beginn der chinesischen Wirtschaftsreform signalisierte und einen Wendepunkt der chinesischen Wirtschaftsentwicklung markierte. 

Die schnelle Errichtung der Wirtschaftssonderzone Shenzhen stellt so etwas wie ein Wunder dar. In diesem Zeitraum setzten sich alle in Shenzhen ansässigen Arbeiter unter dem Motto „Zeit ist Geld und Effizienz ist Leben“ für den Aufbau der Infrastruktur der Stadt ein. Das Gebäude des National Trade Plaza war der Stolz von Shenzhen, weil die Bauarbeiter einen Rekord durch die „Fertigstellung eines Stockwerkes innerhalb von drei Tagen“ aufgestellt haben. Man nennt dies das „Shenzhen-Tempo“. 

Bereits im Jahr 1984 hat Deng Xiaoping bei seiner ersten Inspektionsreise in Shenzhen den Erfolg dieser Wirtschaftssonderzone anerkannt und schrieb die folgenden Worte: „Die Entwicklung und die Erfahrungen von Shenzhen haben die Richtigkeit unserer Politik über den Aufbau der Wirtschaftssonderzonen bewiesen.“ Kurz danach erweiterte die chinesische Regierung auf der Grundlage der Erfahrungen von Shenzhen den Umfang der Reform und 14 Küstenstädte wurden nach außen geöffnet. 

Weil Shenzhen eine Zone für Experimente war, wurde die Stadt von der Zentralregierung stark unterstützt und ihr wurden viele Vorzugsbedingungen eingeräumt. Im Jahr 1988 wurde Shenzhen vom Staatsrat als Stadt mit Provinzstatus in den staatlichen Wirschaftssplan aufgenommen, was bedeutet, dass die Stadt Befugnisse für die wirtschaftliche Verwaltung auf Provinzebene erhielt. 

Im Jahr 1992 inspizierte Deng Xiaoping zum zweiten Mal die Stadt Shenzhen. Dabei hat er den sozialistischen Charakter der Wirtschaftssonderzone Shenzhen bestätigt und darauf hingewiesen: „Den Mut haben, neue Wege zu beschreiten, ist die wichtigste Erfahrung von Shenzhen“. 

Im Jahr 1994 forderte der damalige chinesische Staatspräsident Jiang Zemin bei seiner Inspektionsreise in Shenzhen die Stadt auf, „ihre innovativen Vorteile zu erweitern und nach weiteren Erfolgen zu streben“. Auf seine Initiative begann die Stadt Shenzhen im Jahr 1995 mit ihrer „zweiten bahnbrechenden Periode“. 

Im Jahr 2000 hat sich die Stadt Shenzhen das Ziel gesetzt, „die innovativen Vorteile zu erweitern und nach weiteren Erfolgen zu streben, um als erste die Modernisierung zu erreichen.“ Sie bemühte sich, ihre Stärken in der Kreativität und Öffnung und in der Erhöhung des Niveaus der Industrie und der gesetzesgemäßen Verwaltung weiterhin zur Geltung zu bringen und Shenzhen zu einer Modellstadt für den Sozialismus chinesischer Prägung aufzubauen. 

Als Staatspräsident Hu Jintao im Jahr 2003 Shenzhen inspizierte, forderte er die Stadt Shenzhen auf, ihre Entwicklung zu beschleunigen, als Vorreiter der Entwicklung zu dienen und eine koordinierte Entwicklung zu realisieren. Im Januar 2005 hat die Stadt Shenzhen beschlossen, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung nach dem wissenschaftlichen Entwicklungskonzept einheitlich zu steuern, um ein „harmonisches Shenzhen, das sich durch Effizienz auszeichnet,“ aufzubauen. 

Auf der 1. Tagung des XI. Nationalen Volkskongress am 7. März diesen Jahres sagte Ministerpräsident Wen Jiabao: „Die Wirtschaftssonderzone Shenzhen soll weiter existieren. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, welche Vorzugspolitik gewährt wird, sondern darum, dass die Wirtschaftssonderzone Shenzhen ein Banner des ganzen Landes ist. Meiner Ansicht nach erfüllt die Stadt Shenzhen wichtige Funktionen, weil sie nicht nur in China, sondern auch international mit Aufmerksamkeit verfolgt wird.“ 

Aufbau einer innovationsorientierten Stadt 

Nach der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik vor 30 Jahren hat die Stadt Shenzhen große Erfolge erzielt. „Die Stadt Shenzhen hat sich auf ihre geographischen Vorteile gestützt: Sie liegt in der Nähe von Hongkong, grenzt an das Perlfluss-Delta und das weit ausgedehnte Binnenland Chinas. Sie hat die Chance zur Reform und Öffnung der Wirtschaftssonderzone ergriffen, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland durch eine umfassende Anziehung von ausländischen Investitionen vorangetrieben, die Optimierung und Modernisierung der industriellen Struktur durch die Entwicklung von Hightechindustrien unterstützt, die industrielle Konkurrenzfähigkeit durch die Förderung selbstständiger Innovationen erhöht sowie die Erneuerung institutioneller Mechanismen durch ständige Vertiefung der Öffnung gefördert und hat sich von einem armen und rückständigen kleinen Fischerdorf zu einer modernen Metropole entwickelt, deren umfassende wirtschaftliche Stärke, technologische Innovationsfähigkeit und internationale Konkurrenzfähigkeit unter allen Städten im Süden Chinas am stärksten ist.“ So wurden die Erfolge der Stadt Shenzhen gewürdigt in dem „Forschungsbericht über 18 repräsentative Zonen nach 30 Jahren der Reform und Öffnung“, der kurz vor der Eröffnung der dritten Plenartagung des XVII. Zentralkomitees der KP Chinas von dem Forschungsbüro für Politik beim ZK und dem Büro der Leitungsgruppe für Finanzwesen und Wirtschaft beim ZK ausgearbeitet wurde. 

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