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Der Weg der ökologischen Entwicklung

Von Hou Ruili

Das Autonome Gebiet Ningxia, das in der Mitte in Chinas Westen liegt und wo es das geheimnisvolle Mausoleum der Könige der Westlichen Xia-Dynastie, die Felszeichnung am Helan-Gebirge, das Naturschutzgebiet Shapotou und die Landschaft des Sandmeers gibt, hat auf die chinesischen Touristen sowie die Touristen aus aller Welt einen tiefen Eindruck gemacht.

Auf der anderen Seite sind die Trockenheit und die Wüstenbildung für die Regierung und Bevölkerung von Ningxia ein Hindernis, das die Umwandlung des Ökotops und seine wirtschaftliche Entwicklung beschränkt. „Als der Ministerpräsident des Staates vor 20 Jahren in den Kreis Tongxin der Provinz Ningxia zu Besuch kam, war ein Eimer Wasser der beste Service, den man ihm hier anbieten konnte, damit er am Abend sich noch waschen konnte,“ erzählte Wang Zhengwei, Vorsitzender des Autonomen Gebietes Ningxia. Der von Wang Zhengwei als Beispiel genannte Kreis Tongxin liegt im wasserarmen Gebiet in der Mitte Ningxias, dessen jährliche Niederschlagsmenge nur wenig über 200 Millimeter beträgt. Das mangelnde Trinkwasser ist für die Bewohner dort schon seit vielen Jahrzehnten ein schmerzliches Problem.

Vor 50 Jahren kamen die Jugendlichen mit Schulbildung und Arbeiter aus Tianjin, Henan, Hebei und einigen südchinesischen Provinzen ins Autonome Gebiet Ningxia, das damals neu gegründet wurde und dessen Umweltsituation relativ schlecht war, und haben sich der Erschließung des Gebietes Ningxia ein halbes Jahrhundert lang gewidmet.

Heutzutage hat sich an der geographischen Lage und der Niederschlagsmenge im Kreis Tongxin nichts geändert, jedoch bei den Lebens- und Produktionsbedingungen der einheimischen Bevölkerung haben große Veränderungen stattgefunden. Die Dorfbewohner, die früher in den Gebirgsregionen wohnten, sind komplett in wasserreichere Gebiete umgezogen. Die von Generation zu Generation tradierte Anbauweise erfuhr durch häusliche Wasseranschlüsse und künstliche Bewässerung in der Landwirtschaft eine wesentliche Veränderung. Auf diese Weise wurde nicht nur das Existenzproblem gelöst, sondern auch ein Ausweg aus der Armut gefunden. Im Vergleich zu der Zeit vor 50 Jahren mit Sandstürmen und Wüstenbildung, hat sich Ningxia heutzutage schon gravierend verändert. Es gibt überall Oasen und die ringsum endlose Weite des Ackerlandes. Das kann man mit seinen alten Vorstellungen von Ningxia nicht mehr verknüpfen.

Ningxia ist das einzige autonome Gebiet der Hui-Nationalität. Hier leben über zwei Millionen Hui, die ihren islamischen Glauben noch bewahren. Der traditionelle Lebensstil wird immer noch von den älteren Leuten weitergeführt, während die Jugendlichen lieber in die Städte oder zum Studium in arabische Länder gehen wollen.

Die Beachtung des ökologischen Prinzips wird nicht nur durch die bisherige Entwicklung von Ningxia verkörpert. So wurde Ende September 2008 die Chinesische Gesellschaft für Öko-Kultur unter Beteiligung aller Gesellschaftsschichten gegründet. Unter ihrem Dach werden sich 10 Abteilungen mit speziellen Themenbereichen wie z. B. Wald und Wüste beschäftigen, um die Idee der Öko-Kultur und die grüne Produktions-, Lebens- und Konsumweise zu verbreiten.

Der ökologische Weg, durch den sich Mensch und Natur im Einklang miteinander entwickeln, wird somit zum Königsweg für China, dieses große Entwicklungsland mit Ressourcenknappheit.

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