China zu einer Ökonation aufbauen
Von De Wenbu
„Als eine neue Kulturart entstand die Ökokultur unbemerkt und zeigt mit dem Beginn der Ära der ökologischen Gesellschaft eine Tendenz zum lebhaften Aufschwung.“ Dieser Satz steht am Anfang des „Antrags über die Vorbereitungen zur Gründung der ,Chinesischen Gesellschaft für Ökokultur‘, der von dem Internetzentrum des INBAR (International Network for Bamboo and Rattan) ausgearbeitet wurde. Das INBAR ist das erste Hauptquartier einer internationalen Organisation, das sich in China niedergelassen hat. Die Vorstandsvorsitzende des Internetzentrums, Jiang Zehui, ist stellvertretende Leiterin des Komitees für Bevölkerung, Ressourcen und Umwelt der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes und auch leitende Wissenschaftlerin der Chinesischen Akademie für Forstwissenschaft.
Jiang Zehui hat darauf hingewiesen, dass das „Öko-China“ die folgenden drei Punkte umfasst: Erstens die Etablierung eines Weges zur nachhaltigen Entwicklung in der Forstwirtschaft mit Ökobau als Basis; zweitens der Aufbau eines Sicherheitssystems für die Ökologie auf dem chinesischen Staatsgebiet, in dem die Waldvegetation im Mittelpunkt steht; drittens der Aufbau einer ökologischen Gesellschaft mit schönen Flüssen und Bergen. Unter diesen drei Punkten bildet der Ökobau die Basis, die ökologische Sicherheit die Garantie und die ökologische Gesellschaft das zu erreichende Ziel.
Was die „ökologische Gesellschaft“ betrifft, wird nachhaltige Entwicklung als ein wichtiges Kennzeichen für diese angesehen. Die Umwelt ist nach dem wissenschaftlichen Entwicklungskonzept zu verbessern. Demnach steht der Mensch im Mittelpunkt und eine nachhaltige Entwicklung soll durch umfassende Koordinierung erreicht werden. Dies soll entsprechend der Auffassung, dass das Recht der Nachkommenschaft auf Existenz und Entwicklung nicht zu beeinträchtigen ist, sowie nach Wertvorstellungen eines harmonischen Zusammenseins zwischen Mensch und Natur, geschehen. Dadurch verändern die Menschen ihre Einstellung, Wissenschaft und Bildung, Literatur und Kunst sowie ihre Art der menschlichen Fürsorge und bauen von verschiedenen Aspekten wie der Produktionsweise, Konsumweise und Lebensweise ausgehend eine ökologische Gesellschaft. Diese Ansichten von Jiang Zehui wurden von der chinesischen Regierung in das wichtige Dokument über die Entwicklung der Forstwirtschaft 2003 aufgenommen.
Jiang Zehui sagt, dass der Kern des Aufbaus der ökologischen Gesellschaft darin liegt, dass man die Probleme mit Bezug auf das harmonische Zusammensein und die koordinierende Entwicklung zwischen den Menschen, zwischen Mensch und Natur sowie zwischen Mensch und Gesellschaft löst. Um diese Aufgabe zu erfüllen, muss man die folgenden drei Beziehungen gut kennen lernen und behandeln: Erstens die Beziehungen zwischen dem Schutz der Umwelt und dem Schutz des Umfeldes der menschlichen Ressourcen; zweitens die Beziehungen zwischen der Änderung des Wirtschaftswachstumsmodells und der Belastungskapazität der Umwelt; drittens die Beziehungen zwischen dem Schutz der Umwelt und dem Aufbau der ökologischen Gesellschaft. Aus diesem Grund müssen die wissenschaftlichen Inhalte der ökologischen Gesellschaft, die sich auf ökologisches Bewusstsein, Ordnungsmaßnahmen und Handlungen für Ökologie beziehen, interpretiert und Forschungen in den folgenden zehn Bereichen schwerpunktmäßig und systematisch durchgeführt werden: 1. Der Aufbau der ökologischen Gesellschaft wird zum zentralen Thema der Förderung der guten und schnellen Entwicklung der modernen Forstwirtschaft; 2. Projekte zum Aufbau der staatlichen Schwerpunkt-Schutzgebiete für ökologische Funktion und ökologische Projekte für Forstwirtschaft; 3. Änderung des Wirtschaftswachstumsmodells und Schutz der Umwelt; 4. Klimawandel sowie Aktivitäten und Verantwortung der Menschen; 5. Schutz der Artenvielfalt, Erschließung und Nutzung ökotouristischer Ressourcen; 6. Bewertung und Überwachung der Luft-, Wasser- und Waldqualität sowie Sicherheit des Trinkwassers in Städten; 7. Umweltschutz beim Aufbau neuer Dörfer und Modelle der Verhütung und Bekämpfung der Verschmutzung von (Wasser-)Quellen; 8. Erhöhung der Wohnraumqualität und Verbesserung der körperlichen und seelischen Gesundheit der Stadt- und Landbewohner; 9. Erforschung des Rechtssystems und der politischen Bestimmungen in Bezug auf den Schutz der Umwelt; 10. Entwicklung der Ökokultur und Aufbau der ökologischen Gesellschaft. Außerdem soll man großen Wert auf die Erforschung der Konzepte für die Entwicklung der Ökokultur zu allen Zeiten und in allen Ländern legen, um ein neues Bezugssystem für den Aufbau der ökologischen Gesellschaft auszuarbeiten und die entsprechenden Strategien zum Umweltschutz zu entwickeln.