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Privat betriebene Unternehmen entwickeln sich trotz Windungen und Wendungen
Von Lu Rucai Der 71-jährige Nian Guangjiu, Gründer der Unternehmensgruppe „Shazi Guazi“ in der Provinz Anhui, ist in den Ruhestand getreten. Auf der Rückseite seiner Visitenkarte findet sich noch eine von Deng Xiaoping gehaltene Rede über ihn: Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhundertes gründete er ein Kleinunternehmen, um Melonenkerne in Sand und Zucker zu rösten. Dadurch hat er sehr viel Geld verdient. Seine Betätigung als Kapitalist wurde dem Zentralkomitee der KPCh mehrmals berichtet. Angesichts der Berichte über Nian Guangjiu, die dem Zentralkomitee der Partei überreicht worden waren, äußerte Deng Xiaoping, Chefarchitektur der Reform- und Öffnungspolitik Chinas, dass man keine „Maßnahmen gegen ihn ergreifen soll“.
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Zwar sieht sich die chinesische Privatwirtschaft mit vielen neuen Fragen konfrontiert, jedoch ist Nian Guangjiu, der den ganzen Entwicklungsprozess der Privatwirtschaft Chinas erlebt hat, der Ansicht, dass das Umfeld für die Entwicklung der Privatunternehmen im Vergleich zu mehreren Jahrzehnten zuvor viel günstiger sei. Die Politikmaßnahmen, die von der Regierung zugunsten der Privatunternehmen ergriffen wurden, haben sich von Beschränkungen über schrittweise Lockerung bis zur heutigen Unterstützung gewandelt. Rückschläge bei der Entwicklung Bereits im Jahr 1980 wurde der Selbstständige Nian Guangjiu Millionär, während das durchschnittliche Jahreseinkommen der städtischen Bewohner knapp 500 Yuan betrug. Anfang der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, kurz nach der Gründung des Neuen China, wurde nach dem sowjetischen Modell die sozialistische Umgestaltung der „kapitalistischen“ Industrie, des „kapitalistischen“ Handels und Handwerks durchgeführt. Die Privatwirtschaft wurde als eine Wirtschaftsform, die im Widerspruch zum sozialistischen Weg steht, begriffen, und die Unternehmer wurden enteignet. Existieren durften nur staatliche und kollektive Unternehmen, was bis zur Einführung der Reform- und Öffnungspolitik Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts unverändert blieb. Vor der Reform und Öffnung machte Nian Guangjiu heimlich kleine Geschäfte, um Geld zu verdienen. „Ich bin von Geburt an Ökonom“, sagt er selbst. Der Entschluss der Zentralregierung, die Privatwirtschaft zu entwickeln, ermutigte ihn, etwas Großartiges zu leisten. Im Jahr 1979 errichtete er einen Verkaufsstand für geröstete Melonenkerne. „Die Planwirtschaft führte zur Warenknappheit. Auch die gerösteten Melonenkerne konnte man nur anlässlich des Frühlingsfestes auf Bezugsschein bekommen. Außerdem wurden die staatseigenen Geschäfte am Abend geschlossen, so dass unser Verkaufsstand sehr gut besucht wurde, vor allem von den Menschen, die am Abend ins Kino gingen“, erklärte Nian. |
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