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Privatunternehmen als Stütze der chinesischen Wirtschaft
Von Hou Ruili
In den 30 Jahren der Reform und Öffnung Chinas begannen die Privatunternehmen zuerst bei Null, sind gewachsen und erreichten in der Zwischenzeit eine beachtliche wirtschaftliche Stärke. Sie spielen eine immer wichtigere Rolle in den Bereichen der Optimierung der Wirtschaftsstruktur, der Veränderung des Wirtschaftswachstumsmodus, der Erhöhung der Steuereinnahmen und der Förderung umfassender Beschäftigung. Bis 2007 belief sich ihr gesamtes registriertes Kapital auf mehr als 9 Billionen Yuan, es gab nahezu 6 Millionen Privatunternehmen mit 71 Millionen Beschäftigten. Die Privatwirtschaft macht einen Anteil von 60% des BIP Chinas aus. Voraussichtlich wird der Anteil im Jahr 2010 75% erreichen. Gemäß den Statistiken der Abteilung für mittelständische Unternehmen der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform machten die durch die Privatwirtschaft gezahlten Steuern 53% der gesamten Steuereinnahmen des ganzen Landes aus.
In der Zeitspanne zwischen 1992 und 2007 schufen die chinesischen Privatunternehmen jedes Jahr durchschnittlich mehr als 8 Millionen Arbeitsstellen. 70% der freigesetzten Arbeiter der staatlichen Betriebe sind nun in der Privatwirtschaft beschäftigt, wobei dieser Prozentsatz in den wirtschaftlich entwickelten Küstengebieten bei über 90% lag. Für die Beschäftigung stellt die Privatwirtschaft bereits den Hauptwirtschaftssektor dar.
Als im Jahr 1978 die Reform und Öffnung in China eingeleitet wurde, hat die Privatwirtschaft dadurch ihre Frühform entwickelt. Dazu gehörte, dass Schulabgänger, die nachdem sie 10 Jahre auf dem Land gelebt hatten, endlich in die Stadt zurückkehrten, und andere marginalisierte Gesellschaftsgruppen kleine Geschäfte betrieben, um überhaupt leben zu können. Dabei arbeiteten sie als Einzelpersonen oder mit ihren Familienmitgliedern.
Nachdem im Jahr 1993 das „Firmenrecht“ erlassen wurde, wurden Unternehmen und Firmen gegründet und in ihrem Rahmen wurden Geschäfte betrieben. Auch die Geschäftsbereiche erweiterten sich von der traditionellen Form einfacherer Dienstleistungen über den Innen- und Außenhandel in großem Umfang bis zur industriellen Fertigung. Es entstanden Privatunternehmen, die Immobilienhandel, Termingeschäfte und Börsenspekulation sowie die industrielle Fertigung von Gütern betrieben. Anfang der 90er Jahre erfasste die Welle der Begeisterung darüber, Geschäfte machen zu können, nahezu alle Gesellschaftsschichten: Geschäftsleute geworden sind Beamte, Funktionäre, weltläufige Bauern, Hochschulstudenten, Postgraduierte und aus dem Ausland zurückgekehrte Chinesen. Dadurch ist eine Reihe großer Firmen von hohem Niveau entstanden.
Seit 2001 sind die Privatunternehmen Chinas in die Zeit der „Schaffung des Reichtums“ eingetreten. Dafür bildet der Kapitalmarkt den wichtigsten Katalysator. Es enstanden große und supergroße Unternehmen und Firmen. In manchen Branchen spielen die Privatunternehmen eine führende Rolle, einige haben sogar eine Monopolstellung. Zeitgleich entstanden auch Internet-Firmen, die neue Wirtschaftsbereiche vertreten. Die Stellung der Geschäftsleute in der Gesellschaft erhöht sich. Das Berufsethos im Bereich des Handels stellt auch eine Wertvorstellung dar, die von der Gesellschaft weitgehend anerkannt wird. Immer mehr junge Leute ergreifen den Beruf des Kaufmanns. Die Handlungen der Menschen sind immer mehr auf die wirtschaftlichen Tätigkeiten zugeschnitten und die chinesische Gesellschaft wird auch zur Konsumgesellschaft. Es gilt als Mode, dass man Wohnungen und Autos kauft und einen immer höheren materiellen Anspruch hat.
In diesem Jahr ist die Gesamtlage der Makrowirtschaft nicht sehr optimistisch bewertet worden, dadurch werden die Privatunternehmen mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Dennoch werden sich die Privatunternehmen weiterentwickeln, Schwierigkeiten überwinden und durch den Einsatz von Hochtechnologie zu neuer Vitalität gelangen.
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