Bis zum Ende 2007 wurden in China insgesamt 158 Windkraftwerke errichtet. Nach Schätzungen von Experten wird die Windenergie in den kommenden 50 Jahren 30% bis 40% der gesamten Kapazität der Stromerzeugung ausmachen.
Anlagen zur Nutzung der Erdwärme in Sportstätten
Während der Olympischen Spiele 2008 finden Badminton und die rhythmische Sportgymnastik in der Sporthalle der Polytechnischen Universität Beijing statt. Bei der Konstruktion der Sporthalle war von Anfang an geplant, eine geothermische Wärmepumpenanlage, die keine Emissionen verursacht, zu installieren.
Besonders freut man sich darüber, dass die Investitionskosten für diese Anlage denen für konventionelle Klimaanlagen gleichen, während die Betriebskosten viel niedriger liegen. Jährlich können so von etwa einer bis zu vier Millionen Yuan an Betriebskosten eingespart werden. Bei einer Betriebsdauer von 15 Jahren können so insgesamt 13 bis 58 Millionen Yuan gespart werden. Noch wichtiger ist, dass durch Verwendung dieser neuen sauberen Energie nicht nur die durch Kohle-, Öl- und Gasverbrennung verursachte Luftverschmutzung reduziert, sondern auch die Verkehrsbelastung durch den Transport von Ressourcen und die Abfallsmenge verringert werden kann.
Neben der Sporthalle der Polytechnischen Universität Beijing gibt es in Beijing viele weitere Gebäude, in denen die geothermische Energie zur Heizung bzw. Kühlung genutzt wird. Beispielhaft ist das Beiyuan Jiayuan in der Nähe von Yayuncun, das im Jahr 2004 gebaut wurde und mit 400 000 Quadratmetern das größte Wohnviertel Beijings ist, wo geothermische Anlagen eingebaut wurden.
Im Vergleich zu anderen chinesischen Städten verfügt die Stadt Beijing über enorme Erdwärmeressourcen. Die Erdwärmeressourcen, die jedes Jahr in Beijing nutzbar sind, entsprechen 140 Millionen Tonnen Standard-Kohle, das 12fache der Standardkohle, die von der ganzen Stadt im Jahr 2003 für Heizungen verbraucht wurde. Aber seit langer Zeit spielt die Kohle in der Energie-Struktur von Beijing eine führende Rolle. Das ist auch eine Hauptursache für die Luftverschmutzung. Um dieses Problem zu lösen, hat man vor einigen Jahren begonnen, die riesigen Dampfkessel, die mit Kohle betrieben werden, als Hauptwärmequelle in Beijing zu ersetzen und eine Reihe von Projekten zur Anwendung sauberer Energien umzusetzen.
Nach unvollständigen Berechnungen beträgt die Baufläche in Beijing, die mit geothermischer Energie zur Heizung bzw. Kühlung versorgt ist, schon mehr als 6 Millionen Quadratmeter. Diese Zahl nimmt mit einem schneller werdenden Tempo zu. In vielen großen chinesischen Städten wie Beijing, Guangzhou, Jinan, Shenyang, Shanghai und Chongqing wurden große geothermische Wärmepumpenanlagen errichtet.
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