Jeden Cent für die Erdbebenbekämpfung
Von Ethel Lu
„Ich habe meinen gesamten Monatslohn, 3000 Yuan, für die Opfer des Unglücks gespendet. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich so viel Geld gespendet habe“, sagte Frau Chen, Mitarbeiterin einer Versicherungsgesellschaft in Beijing. Wie Frau Chen haben viele Chinesen mehr Geld als je zuvor für die Opfer des Erdbebens gespendet. Natürlich möchte jeder Spender gern wissen, was mit dem Geld geschieht und wofür die Spendengelder ausgegeben werden. Aus diesem Grund hat Frau Chen ein Internetforum auf einer Website eröffnet und appellierte an die Behörden für zivile Angelegenheiten, dass sie die Verwendung der Spendengelder der Öffentlichkeit bekannt geben sollten. Dieser Vorschlag fand bei vielen großen Widerhall.
Wenn man bei Google.com.cn nach „Erdbeben“, „Spenden“ und „Transparenz“ sucht, bekommt man beinahe einige Hunderte Treffer. Dies sind meist von einfachen Internet-Benutzern geäußerte Meinungen.
Bis zum 26. Mai um 12 Uhr wurden Geldspenden im Wert von 30,876 Milliarden Yuan gesammelt. Davon sind bereits 23,002 Milliarden Yuan auf den Konten der entsprechenden Organisationen eingegangen. 9,054 Milliarden Yuan wurden den Katastrophengebieten zur Verfügung gestellt.
Die Kommission für Disziplinkontrolle beim ZK der KP Chinas, das Ministerium für Aufsicht und Kontrolle, das Ministerium für Zivile Angelegenheiten, das Finanzministerium und das Rechnungsamt haben am 20. Mai eine gemeinsame Anordnung erlassen. Demnach sollen die entsprechenden Behörden die Geld- und Sachspenden für die Erdbebenbekämpfung verstärkt kontrollieren.
Jiang Li, Vizeminister für Zivile Angelegenheiten, erklärte beim Interview, dass die Verwendung der Spendengelder, die vom chinesischen Zentralhaushalt bereitgestellten Geldmittel sowie die gesammelten Spendengelder, die vom Ministerium für Zivile Angelegenheiten an die Katastrophengebiete ausgegeben worden sind, täglich zur Veröffentlichung freigegeben werde. Darüber kann sich die Bevölkerung jeden Tag durch das Fernsehen und andere Medien informieren.