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Heute kann man jeden Tag an immer mehr Orten auf der Welt Nachrichten, Berichte und Sonderberichte lesen, die von der Nachrichtenagentur Xinhua in vielen Sprachen angeboten werden. Man kann auch die informationsreiche englischsprachige Tageszeitung „China daily“ lesen, sich die englisch-, französisch- und spanischsprachigen Fernsehprogramme vom Chinesischen Zentralfernsehen ansehen und sich die Radioprogramme in 43 Sprachen, die von Radio China International ausgestrahlt werden, anhören. Im Zuge der raschen Entwicklung des Internets veröffentlichen verschiedene Websites wie www.people.com.cn, www.xinhuanet.com.cn, www.china.org.cn und gb.cri.cn jeden Tag rechtzeitig aktuelle Nachrichten über China für die internationale Gemeinschaft in Dutzenden von Sprachen. Die China International Publishing Group (CIPG) hat einige hundert professionelle Übersetzer, die in 25 Sprachen arbeiten, und veröffentlicht fremdsprachige Bücher verschiedener Art in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur sowie mehr als 20 Zeitschriften wie „Beijing Review“, „China Today“, „China Pictorial“ und „People’s China“. Diese Bücher und Zeitschriften werden in mehr als 190 Länder und Regionen der Welt geliefert und die akkumulierte Auflage beläuft sich auf einige Milliarden Exemplare. Was den Export von Copyrights betrifft, hat CIPG seit mehreren Jahren eine führende Position in China inne.
Das rasche Wachstum der chinesischen Wirtschaft treibt die Entwicklung der Übersetzungsbranche in einem Ausmaß, das es früher nicht gab, voran. Mit dem zunehmenden Austausch mit den anderen Ländern der Welt in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Technik und insbesondere nach Chinas WTO-Beitritt sowie im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Olympiade 2008 und der Expo 2010 in Shanghai, wird der Produktionswert der Übersetzungsbranche voraussichtlich eine neue Höhe erreichen.
Ein Funktionär des olympischen Organisationskomitees sagte, dass für die Olympiade 2008 in Beijing mehr als 100 professionelle Übersetzer und Dolmetscher gebraucht werden. Außerdem gibt es noch mehr als 7000 Nachrichtenmeldungen und eine große Menge von Reden, die übersetzt werden müssen. Für die offiziellen Pressekonferenzen und Medaillenverleihungen werden mehr als 150 Dolmetscher eingesetzt, die in mehr als 140 Sprachen arbeiten. Das ist nur ein kleiner Teil der ganzen Arbeit. Hunderte von Delegationen und zehntausende ausländische Touristen bringen einen großen potenziellen Markt mit sich.
Perspektiven für eine internationale Zusammenarbeit
Insgesamt befindet sich die Branche der Übersetzung und Dolmetschung in China noch im Anfangsstadium und ist noch nicht ausgereift. Viele Firmen arbeiten hauptsächlich auf dem inländischen Markt und führen selten Austausch mit ausländischen Kollegen durch. Das ist für die internationale Zusammenarbeit von Vorteil und Nachteil. Der Nachteil besteht darin, dass der Markt, der nicht ausreichend durch betreffende Gesetze geregelt ist, voller Risiken ist, man muss viel Zeit und Energie aufwenden, um einen zufrieden stellenden Partner zu finden; der Vorteil ist der, dass ausländische Unternehmen in diesem heranwachsenden Markt einen großen Spielraum für die Entwicklung vorfinden.
Im Vergleich zu ausländischen Werken, die in großer Zahl in China eingeführt wurden, ist die umfangreiche und tiefsinnige chinesische Kultur den anderen Völkern der Welt bei weitem nicht ausreichend bekannt. Der Hauptgrund dafür ist, dass es in China an Fachkräften mangelt, die die chinesischen Werke in Fremdsprachen übersetzen.
Vor dem 20. Jahrhundert wurde die Verbreitung chinesischer Klassiker im Ausland hauptsächlich durch ausländische Missionare in China durchgeführt. Beispielsweise haben die von Japan nach China entsandten Schüler viele chinesische Klassiker ins Japanische übersetzt. In der Ming-Dynastie (1368–1644) hat der Jesuit Matteo Ricci in China als erster die „Vier Bücher“ („Die Große Lehre“, „Doktrin der Mitte“, „Gespräche“ und „Menzius“) ins Lateinische übersetzt. In der Qing-Dynastie hat der Missionar James Legge als erster die „Vier Bücher“ ins Englische übersetzt. Der amerikanische Dichter Ezra Pound hat Gedichte der Tang-Dynastie (618–907) ins Englische übersetzt. Die chinesischen Übersetzer wie Gu Hongming und Lin Yutang, die in der Lage waren, die chinesischen Klassiker in die Fremdsprachen zu übersetzen, gab es nur selten.
Seit der Gründung des Neuen China 1949 und insbesondere seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik 1978 haben die chinesischen Übersetzer eine große Anzahl von kulturellen Kanons des chinesischen Altertums und klassische Werke der Neuzeit und der Gegenwart in Fremdsprachen übersetzt. Zu nennen sind „Gespräche“, „Kanon des Rechten Weges“, Gedichte der Tang-Dynastie, Ci-Gedichte der Song-Dynastie (960–1279) und Dramatische Arien der Yuan-Dynastie (1271–1368), „Der Traum der Roten Kammer“, „Die Drei Reiche“ und „Die Räuber vom Liangshan-Moor“ usw. Insbesondere in den letzten Jahren wurden Projekte zur Förderung der Veröffentlichung chinesischer Bücher im Ausland wie der „Plan der Verbreitung chinesischer Bücher im Ausland“ und Herausgabe der Buchreihe „Chinesische Kultur und Zivilisation“ und „Sammlung chinesischer Klassiker“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um staatliche Schwerpunktprojekte zur Herausgabe klassischer chinesischer Schriften. Durch diese Projekte werden die klassischen Werke der chinesischen Kultur und hervorragende Bücher der Gegenwart aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur der Welt systematisch vorgestellt. Diese Projekte lenken im Inland und Ausland große Aufmerksamkeit auf sich und finden viel Anklang in der Gesellschaft.
Nach Statistiken des Staatlichen Büros für Presse und Publikationen entspricht der Verkauf von Lizenzen chinesischer Werke ins Ausland nur zehn Prozent des Ankaufs von Lizenzen aus dem Ausland. Aus diesem Grund hoffen viele chinesische Verleger, dass ihre ausländischen Partner, statt fertig gedruckte Bücher zu kaufen, redaktionelle Arbeit durchführen und für Bücher stilistische Verbesserung vornehmen, damit die Bücher noch mehr den Lesegewohnheiten der ausländischen Leser entsprechen.
Die Ausbildung und Fortbildung von Übersetzern in China bleiben bei weitem hinter den Erfordernissen zurück. In den meisten Fachhochschulen und Institutionen für Übersetzung fehlen spezialisierte Lehrveranstaltungen wie Übersetzung juristischer und medizinischer Dokumente, Standardisierung von Termini, Durchführung und Auswertung von Übersetzungsprojekten und Übersetzungstechniken. Zurzeit gibt es nur in der Fakultät für Übersetzungswissenschaft der Guangdonger Hochschule für Fremdsprachen und Außenhandel Lehrveranstaltungen für Übersetzungen in den Bereichen Rechtswissenschaft und Handel. Bei der Fortbildung haben wir allerdings auch Erfahrungen mit erfolgreicher Kooperation gemacht. Beispielsweise hat die Chinesische Gesellschaft der Übersetzer in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich für Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern für fortgeschrittenes Niveau des US-amerikanischen Monterey Institute of Translation and Interpretation Fortbildungskurse in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer veranstaltet; die Universität für Außenwirtschaft und Außenhandel hat in Zusammenarbeit mit dem Gemeinsamen Dolmetsch- und Konferenzdienst (SCIC) der Europäischen Union in Beijing Fortbildungsprojekte für Dolmetscher durchgeführt und das Zentrum für die gemeinsame Fortbildung von Dolmetschern in Beijing eingerichtet.
Da sich immer mehr ausländische Unternehmen in China niedergelassen haben, wächst der Bedarf an Übersetzungen aus Fremdsprachen ins Chinesische rasch an. Aus diesem Grund suchen viele ausländische Übersetzungsfirmen für verschiedene Übersetzungsprojekte in China geeignete Kooperationspartner. Das Internet ermöglicht transnationale Zusammenarbeit. Es kommt nun nur darauf an, wie ein zuverlässiger Partner gefunden wird.
Die Besonderheiten der Kulturen verschiedener Völker, Länder und Regionen machen die kulturelle Vielfalt der Welt aus. Das Nebeneinander und Miteinander verschiedener Kulturen tragen zur Herausbildung neuer Kulturen bei und leisten auch einen Beitrag für den gemeinsamen Fortschritt der Kultur. In diesem Prozess erfüllen die Übersetzer eine große historische Mission.
(Der Verfasser ist ein Mitglied des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz, Vizevorsitzender und Chefredakteur der China International Publishing Group, Vizevorsitzender und Generalsekretär der Chinesischen Gesellschaft der Übersetzer und Vizevorsitzender des Internationalen Übersetzerverbandes)
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Weltgeopark Songshan in der Provinz Henan![]() Der Geopark Songshan gehört zur ersten Gruppe der vom Ministerium für Territoriale Ressourcen genehmigten Geoparks auf Staatsebene. Am 13. Februar 2004 wurde er von der UNESCO zum Weltgeopark erklärt. Der Park liegt in der Stadt Dengfeng, Provinz Henan, und nimmt eine Fläche von 464 qkm ein. |
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