Viele Tropfen bilden einen Ozean
In Maoxian und Mianyang übernahmen Anwohner mit leichten Verletzungen freiwillig logistische Tätigkeiten und transportierten und verteilten Essen und Wasser. Inzwischen trafen Scharen von Freiwilligen aus der ganzen Nation in die verwüsteten Regionen.
An mobilen Blutspendestationen in Chengdu erstreckten sich die Warteschlangen über mehrere hundert Meter. Obwohl die Mediziner vorschlugen, dass die Leute doch zu anderer Zeit wiederkommen sollten, wollten die meisten von ihnen nicht weggehen und warteten stundenlang, um Blut spenden zu können.
Ähnliche Szenen spielten sich in Städten überall in China ab. Am 13. Mai um 23 Uhr warteten mehr als 200 Studenten der Tsinghua-Universität geduldig, um Blut spenden zu können. Doktoren und Schwestern der Blutspendestation arbeiteten mehr als 10 Stunden ohne Pause. Allein in Beijing waren Dutzende Blutspendestationen in Betrieb, und hatten bis mindestens 22 Uhr geöffnet.
Geldspenden flossen ebenfalls, von normalen Bürgern, Geschäftsleuten, Unterhaltungskünstlern und Sportlern. Um Spenden zu erleichtern, wurden verschiedene Spendenkanäle geöffnet, darunter Banken, das Internet, Hotlines und SMS-Spendenservices.
„Wenn einer in Schwierigkeiten ist, kommen alle, um zu helfen.“ Dieser alte chinesische Sinnspruch trifft immer noch zu. Die massiven Anstrengungen, die unternommen wurden, um nach dem Erdbeben zu helfen, leihen denjenigen, die jetzt in den Katastrophengebieten dringend Hilfe benötigen, Kraft und Wärme.